→ Aktuelle Berichte      → Archiv

 

Thüringer Kinder- und Jugendmundarttag

MACHT DEN MUND AUF

Mundart passt zum Leben.

Mundart macht Spaß.

Mundart gehört in den Alltag und in die Schule.

 

Sonntag, 20. Oktober 2019, 10.00 Uhr

im Landhaus Studnitz in Wechmar, 99869 Drei Gleichen, Hohenkirchenstraße 13

Der Thüringer Landestrachtenverband e.V. und die Thüringer Trachtenjugend laden zu einem jungen und abwechslungsreichen Thüringer Kinder- und Jugendmundarttag ein.

 

 Kinder und Jugendliche aus Thüringen geben Einblick in lebendige Mundartpflege.

 Der während der Herbstferienaktion 2019 gefertigte Baum der Thüringer Mundarten wird erstmals gezeigt.

 Der Kalender der Thüringer Trachtenjugend zur Mundart für 2020 erscheint.

 Der zweite Teil der Mundartbroschüre zur Dokumentation des Tages des Thüringer Brauchs 2018 erscheint.

 Weiterhin wird der Walter-Beck-Preis für beispielhafte Kinder- und Jugendarbeit in der Trachten- und Brauchtumspflege vergeben.

Filmvorführung „Thüringen, Deine Sprache“ – Thüringer Dialekte und Mundarten


Es gibt schon seit 2017 einige Aktivitäten im der Thüringer Trachtenjugend zum Thema Mundart, die 2018 verstärkt fortgesetzt wurden und 2019 andauern. Dazu gehört eine enge Zusammenarbeit mit dem Projekt PARTHNER des Heimatbundes Thüringen e.V..

Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Wir bitten Euch um Rückmeldung Eurer Teilnahme und um die Meldung Eurer Beiträge auf beiliegendem Anmeldezettel bis zum 10. Oktober 2019. Anfragen sind an die Geschäftsstelle des Thüringer Landestrachtenverbandes e.V. zu richten. Gern begrüßen wir auch Teilnehmer, die spontan kommen und nehmen die Beiträge ins Programm auf.

 

Thüringer Landestrachtenverband e. V.

Hohenkirchenstr. 13
99869 Drei Gleichen
Telefon 036256/86560, Fax: 036256/22658, Mail: info@thueringer-trachtenverband.de

Einladung als Pdf

 

Katzenpower im Herbst

Wehrhafte Kirchen und Mundart in Regen und Sonne

Die Herbstferienaktion der Thüringer Trachtenjugend führte in die Rhön und an die Werra. Teilnehmer aus dem Landkreis Gotha, aus dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen und aus dem Wartburgkreis beschäftigen sich mit Thüringer Mundarten und wehrhaften Kirchen, die ja im Süden Thüringens in großer Zahl anzutreffen sind. Doch es gab auch tierische Momente!

Schnurri im Schlepptau

Gleich am Bahnhof von Walldorf hieß eine schwarz-grau getigerte Katze die Feriengruppe der Thüringer Trachtenjugend willkommen. Die Kinder schlossen „ihren“ Stubentiger gleich ans Herz und wollten sich nicht von ihm trennen. Keck folgte das Katzentier über die Werra bis ins Dorf und zur Sandsteinhöhle. Ja, die Märchenhöhle sollte an diesem Tag das erste Ziel sein. So manch einer der mitreisenden Erwachsenen hatte Erinnerungen aus Kindertagen und musste aufpassen, nicht mit dem Kopf an die Höhlendecke zu stoßen. Ja vor 40 Jahren waren viele doch noch etwas kleiner. Aber: Wo bleiben die Märchen? Keine Angst, sie kamen. Die Kinder wussten sogar, die Darstellungen zuzuordnen. Zwerg Nase, die Figur von Wilhelm Hauff, Rotkäppchen und der Wolf, Aschenputtel, Dornröschen und das listige Rumpelstilzchen. Gleich vor der Sandsteinhöhle wartete Schnurri schon wieder und ging ein Stück Weg mit zur alten Kirchenburg. Kreuzscharten, querliegende Schießscharten und Schalentürme zogen in der Erlebniskirchenburg Walldorf die Aufmerksamkeit auf sich. Gerlinde aus Mosbach konnte sich noch an die erschreckenden Radiomeldungen von vor Ostern 2012 erinnern: „Die Kirchenburg Walldorf steht in Flammen!“ Dabei wurde das Wahrzeichen bis auf die Außenmauern zerstört. Jetzt, nach sieben Jahren, grüßt der Kirchturm wieder stolz ins Werraland. Eine Kletterwand lädt ein, Aussichtspunkte wurden in den Schalentürmen der Umwehrung errichtet, die Kirche mit ihren neugestalteten Glasfenstern stellt eine gekonnte Mischung zwischen Historie und Gegenwart dar. Auf der Kirchenburg stieß auch wieder Schnurri vom Bahnhof zu uns und schmuste ausgiebig mit den Kindern? „Dürfen wir die mitnehmen?“ „Nein, bloß nicht. Die Katze gehört an den Ort, wo sie lebt.“ Es gab schon ein paar Tränen, als Schnurri auf der Außenmauer der Kirchenburg zurückblieb. Aber sie gehört nun mal nach Walldorf.

Helden der Laubsäge

Ganz schön altbacken, eine Arbeit mit Sperrholz und Laubsäge? Doch irgendwie musste der Baum der Thüringer Mundarten doch entstehen. Wie würden die Kinder es aufnehmen, handwerklich tätig zu sein? Ja, es war verblüffend, wie sich die Truppe von 6 bis 14 Jahren schon auf die Entwurfszeichnungen konzentrierte. Lindenblätter, Kastanienblätter, Eichenblätter. Anschließend ging es an die Übertragung der Skizzen aufs Sperrholz, und die Sägeblätter ritten ohne Klage und mit freudigen Bedienern bis in den späten Abend durch das Rohmaterial. Echte Herausforderungen wurden bewältigt. Am Ende erwiesen sich die mitfahrenden Betreuer die Handwerker für´s Grobe: Als die Trachtenkinder sich mit den letzten Fotos für den Mundartkalender abmühten, krempelten sich Muttis und Betreuer die Ärmel hoch und jagten die Sägeblätter mit Elan durch die letzten Bestandteile der Baumkrone. Hut ab!

Fleischhütes mit Lauchbrüh

Herbstferien gehen durch den Magen. Selbstverständlich. Zum Beispiel im Gasthaus „Zur Guten Quelle“ in Kaltensundheim. Auch dort wurde die Kirchenburg St. Albanus in Augenschein genommen. Doch dann konnten die Teller nicht groß genug sein. Familie Möllerhenn servierte ein Rezept aus der Rhön, die Fleischhütes mit Lauchbrüh. Nur einige nahmen Bratensoße. Welch ein Genuss! Umso erstaunter waren wir, als uns der Wirt erläuterte, dass die Fleischhütes als Rhöner Nationalgericht erst vor einigen Jahren wieder ausgegraben wurden, und zwar in Kaltenlengsfeld! Ja in Kaltenlengsfeld, dort wo der Thüringer Mundarttag 2018 stattfand! Frank Hößel aus Kaltenlengsfeld, der Organisator, hatte die Spezialität dort 2018 auftischen lassen! So klein ist die Welt!

 

 


Löwenzahn


Ihr kennt ihn! Doch wie nennt Ihr ihn ?

In den Oktoberferien soll der Baum der Thüringer Mundarten gebastelt werden. Dafür suchen wir ein Wort, das möglichst in vielen Orten mundartlich variiert wird. Der Löwenzahn erscheint uns dafür geeignet. In Ingersleben, meinem Heimatort, wird er z.B. als Bumbelle oder Bumbaumel bezeichnet. Wie heißt er bei Euch? Bitte sendet uns die mundartliche Bezeichnung bis zum 1. Oktober 2019 an die Geschäftsstelle des Thüringer Landestrachtenverbandes.

Thüringer Landestrachtenverband e. V.
Hohenkirchenstr. 13
99869 Günthersleben-Wechmar,

Telefon 036256/86560, Mail: info@thueringer-trachtenverband.de

Euer Landesjugendleiter Dirk Koch

 

 

Nächste Termine der Thüringer Trachtenjugend


Herzliche Einladung für alle Interessenten!

Unsere Herbstferienaktion findet vom 7. bis 9. 10. 2019 in Meiningen statt.

Themen:
Anfertigung des Baumes der Thüringer Mundarten, Mundart, wehrhafte Kirchen, Ausflug in die Märchenhöhle Walldorf

Recht herzlich einladen möchten wir Euch und damit um einen Beitrag bitten zum Thüringer Kindermundarttag anlässlich des Tages der Tracht am 20. Oktober 2019 in Wechmar ab 10:00 Uhr.

Wie gewünscht, fahren wir in den Osterferien 2020 nach Sonneberg. Gebucht ist im „Outdoor in“ vom 5. bis 8. April 2020.

 

 

16. Oberfränkisches Schaffest mit Wettspinnen, mit Thüringer Landestrachtenverband e.V. und Thüringer Trachtenjugend

 

Sonntag, 14. Juli 2019, 10 bis 18 Uhr

Interessenten für das Wettspinnen sind bitte spätestens 13:00 Uhr vor Ort!

Alte Schäferei - Gerätemuseum des Coburger Landes

Schäferei 2

96482 Ahorn

Großer Spinnwettbewerb

Ein besonderes Highlight ist schon zum dritten Mal das große Wettspinnen, das gemeinsam mit der Thüringer Trachtenjugend e.V. und dem Thüringer Landestrachtenverband e.V. ausgerichtet wird. Dabei erhält jeder Teilnehmer/jede Teilnehmerin 20 Gramm Wolle. Sieger/Siegerin ist, wer in einer Stunde den längsten Faden gesponnen hat.

MIT SCHAFSCHAU, VORFÜHRUNGEN, TIERSEGNUNG, WETTSPINNEN und MARKT „RUND UMS SCHAF“

Das Oberfränkische Schaffest findet heuer bereits zum 16. Mal statt. Dazu verwandelt sich die Alte Schäferei in Ahorn in eine Schaf- und Tierweide. Im Mittelpunkt des Festes stehen die Tiere der oberfränkischen Schafzüchter. Die Vielfalt ihrer verschiedenen Rassen begeistert und gibt zugleich Einblick in den züchterischen Wettbewerb. Vertreten sind neben dem Coburger Fuchsschafe im „Goldenen Vlies“,

Rhönschafe mit dem charakteristischen dunklen Kopf, weiße Merinolandschafe, die kleinen Waldschafe und Skudden genauso wie beeindruckende Suffolks.

Schafschau

 Auch in diesem Jahr werden die Schafe in verschieden Rassen präsentiert und gerichtet. Die Jungzüchter messen sich in einem eigenen Wettbewerb im Wissen über ihre Rasse und deren Eigenschaften genauso wie im Handling der Schafe. Und auch das Publikum ist gefragt, wenn beim beliebten Bockschätzen das Gewicht des schönsten aller Böcke möglichst genau gefragt ist. Darüber hinaus haben Jung und Alt mehrmals Gelegenheit, dem Schafscherer über die Schulter zu schauen.

Rahmenprogramm mit Markt „Rund ums Schaf“

An zahlreichen Ständen werden handwerkliche Artikel rund ums Schaf wie zum Beispiel handgefärbte und gesponnene Wolle angeboten. Für die kleinen Besucher locken mehrere museumspädagogische Angebote. Außerdem gibt es kulinarische Spezialitäten wie Lammbratwürste oder Lamm-Bohnen-Eintopf. Die gastronomische Betreuung im Biergarten rundet das Schaffest ab.

 

Ganztags:

Kulinarisches vom Schaf / Markttreiben mit Schafprodukten / Kinderprogramm

 

 

 

Das Projekt "Macht den Mund auf" der Thüringer Trachtenjugend engagiert sich gegen Fremdenfeindlichkeit und für Heitpflege ohne Resentiments:

 

 

120 Jahre mit Zukunft

 

Ruhla kombiniert Naturpark- und Thüringer Kinder- und Jugendtrachtenfest gekonnt

Der Ruhlaer Bürgermeister Dr. Gerald Slotosch meinte; „2019 ist für die Bergstadt ein besonderes Jahr! 20 Jahre ist es schon wieder her, dass sich die Thüringer Trachtenfreunde 1999 zu ihrem 3. Landestrachtenfest in Ruhla trafen.“

Der Nachwuchs liegt am Herzen

Der Ruhlaer Bürgermeister ist selbstverständlich seit zehn Jahren Mitglied bei der Folklorevereinigung Alt- Ruhla. Mit Trachtenfreunden ist man gleich per Du und merkt, wie sich das Stadtoberhaupt von ganzem Herzen für das Fest einsetzt. „Die Kinder und Jugendlichen an unsere Traditionen heranzuführen, liegt mir sehr am Herzen. Ich war gleich begeistert, als meine Vereinsfreunde aus Alt-Ruhla sich für das Fest bewarben.“ Dabei spielte auch die Würdigung des Geburtstages des zweitältesten Thüringer Trachtenvereins eine große Rolle. Hans-Joachim Brenn, Vorsitzender der Folklorevereinigung Alt-Ruhla erinnert sich noch gut daran, war doch das damalige Landestrachtenfest 1999 gleichzeitig die große Feier zum 100. Geburtstag der Folklorevereinigung Alt-Ruhla. 1899 gegründet, zählt sie zu den ältesten Trachtengruppen Thüringens und hat alle Wirren der Zeit gut überstanden. Dazu braucht es nicht nur Glück, sondern vor allem die Einsatzbereitschaft aller Mitglieder. Der Elan der Ruhlaer setzt sich bis heute fort. Das zeigte ganz besonders die eifrige Kindergruppe, die mit ihren Tänzen die Zuschauer verzaubert. Geleitet wird sie von dem erfahren Tanzpädagogen Claus Dieter Schuchardt aus Eisenach. Beim Auftritt auf der Bühne standen die Erwachsenen stolz hinter dem Nachwuchs. Es ist so, wie der Landesvorsitzende des Thüringer Trachtenverbandes, Knut Kreuch sagte: „Dort wo Übungsleiter, Vereinsfreunde und Eltern Hand in Hand gehen, hat die Trachtenjugend eine Zukunft.“

Kräfte sinnvoll gebündelt

Natürlich wurden die Kräfte in der Stadt gebündelt, das Trachtenfest wurde gemeinsam mit dem jährlichen Naturparkfest veranstaltet. So gehörten zu den Kinderangeboten am Samstag unter anderem Naturparkspiele rund um den Naturpark Thüringer Wald und den Geopark Inselsberg-Drei Gleichen. Praktisches Geschick wurde beim Wettsägen und Wettnageln benötigt.

Am Sonntag begann das eigentliche Trachtenfest mit einem Trachtengottesdienst in der Winkelkirche St. Concordia. Der „Rühler Springer“ quasi Nationaltanz der Bergstadt, wurde auf dem Markt aufgeführt. Das war eine Reminiszenz an das Landestrachtenfest 1999, damals ging er allerdings im Stadion über die Bühne.

 

Bühnenprogramm auf dem Neuen Markt

Anschließend zeigten die jungen Trachtenträger, was sie können. Sie haben fleißig geübt. Präsentationsfläche war der Neue Markt, den es so 1999 noch nicht gab. Seit dem Landestrachtenfest hat sich in der Bergstadt einiges verändert, das Stadtbild wurde verschönert, Enge und Düsternis sind gewichen. Die Ausrichtung des Festes 1999 war dafür gewissermaßen ein Startschuss, aber auch heute haben die Ruhlaer noch viel vor. Für manche wurde die Anfahrt lang, so kamen unter anderem Trachtenträger aus Schumlach-Lindenberg, Oberdorla, Gotha, Wechmar, Brotterode und Tabarz. Nicht soweit hatten es die Mosbacher, denn sie fahren einfach aus dem Nachbartal herüber. Sie haben das Kinder- und Jugendtrachtenfest 2011 mit Erfolg ausgerichtet. Nicht immer ist es einfach, die Kinder über das Jahr neben der anstrengenden Schule bei der Stange zu halten, aber solch ein Tag zeigt, dass es sich lohnt. Das unterstrich auch Monika Moritz aus Heiligenstadt, die 1999 und 2006 mit ihren Eichsfelder Spatzen das Kinder- und Jugendtrachtenfest ausrichtete. Selbst der Landrat des Wartburgkreises verfolgte lange anerkennend und interessiert die Darbietungen des Thüringer Trachtennachwuchses.

1998 wurde die Thüringer Trachtenjugend in Ruhla gegründet, Detlef Fuhlrott war ihr erster Vorsitzender. Er war am Trachtenfestwochenende in Ruhla wohl die gefragteste Person, denn er war hauptsächlich mit der Organisation und dem Ablauf betraut.

Herzlichen Dank, lieber Detlef, das war ein toller Einstand in deinen Ruhestand vom Berufsleben. Wie Knut Kreuch sagt, wirst Du ja jetzt noch mindestens 20 Jahre im Ehrenamt für große und kleine Trachtenbegeisterte da sein. Freuen wir uns alle darauf! Danke allen, die Ruhla 2019 möglich gemacht haben!

Dirk Koch, Landesjugendleiter der Thüringer Trachtenjugend

 

 

Tracht des Jahres in Lübben

Trachtenfreunde aus dem Gothaer Land im Spreewald

Für die Gruppen des Thüringer Landestrachtenverbandes e.V. mit Sitz in Wechmar war es selbstverständlich, beim Deutschen Trachtenfest in der Spreewaldstadt Lübben Mitte Mai dabei zu sein. Viele kamen aus dem Landkreis Gotha. Eva Kowalewski, Projektmanagerin des Verbandes, zählt unter anderem den Wechmarer Heimatverein auf, dazu die Thüringer Trachtenjugend mit Vertretern aus Mühlberg, Ingersleben und Neudietendorf. Jörg Möller aus Friedrichswerth lief im Umzug bei den Wechmarern mit.

Der Tabarzer Trachtenverein hatte besonders viele Verpflichtungen, schließlich wurde die Schurztracht im April in Gotha zur Tracht des Jahres gekürt. So mussten die Bad Tabarzer auf vielen Bühnen Rede und Antwort stehen und waren beliebtes Fotomotiv. Für Marcel Andreß aus Gotha, der als Einzelmitglied des Thüringer Landesverbandes in der Gruppe der Thüringer Trachtenjugend mitmarschierte und den Trachtenverband zu den Europeaden vertritt, gab es ein Wiedersehen mit vielen Bekannten.

Entspannung und Höhepunkt für die Trachtenfreunde aus dem Gothaer Land war wohl diesmal nicht der Festumzug, sondern die fast zweistündige Kahnfahrt. „Herrlich, wie schnell man dem Festrubel entkommen konnte und in die Ruhe der Spreearme und Wälder eintauchte!“, so die Bad Tabarzerin Bettina Grübel. An den Ufern grüßten in Holz geschnitzte Gestalten, wie etwa die Mittagsfrau oder die Liebesgöttin Liuba aus der sorbischen Mythologie. Saure Gurken am Wasserimbiss brachten den Spreewald kulinarisch näher, so mancher nahm sich seine Ration Gurken mit nach Hause.

Bei der Organisation haben Marlies und Charles Koppehele vom Organisatorenteam des Deutschen Trachtenfestes immer einen kühlen Kopf behalten, zusammen mit dem Team der Stadt Lübben. Marlies Koppehele konnte sich deshalb über ein Präsent aus dem Gothaer Land freuen: Echten Aromatique aus Neudietendorf.

Das nächste Deutsche Trachtenfest findet übrigens 2022 in Bayern statt. Schon jetzt ist klar: Die Trachtenfreunde aus dem Gothaer Land wollen dabei sein.

 

 

Eduard Fiedler wieder in Apfelstädt präsent

Berliner Grabstein wird zum Denkstein

Am 14. Mai 1871 wurde Eduard Fiedler als Sohn einer alteingesessenen Bauernfamilie in Apfelstädt geboren. Am 14. Mai 2019 wird nun am 148. Geburtstag auf dem Friedhof von Apfelstädt um 11:00 Uhr ein Denkstein für Eduard Fiedler gesetzt. Damit kehrt ein Stück Erinnerung an ihn in sein geliebtes Heimatdorf zurück und er selbst kommt wieder mehr ins Bewusstsein der Gegenwart.

Fiedler ist in der Region um die Drei Gleichen vor allem als der Wachsenburgmaler bekannt. Doch sein weltgewandtes Schaffen reicht viel weiter, er betätigte sich als erfolgreicher Werbegrafiker, Buchillustrator, Postkartengestalter, Orientalist, politischer Karikaturist, Porträtist und Landschaftsmaler. 1901 war er nach Berlin gegangen, um dort an der Königlichen akademischen Hochschule für die bildenden Künste zu studieren.

Der Denkstein ist sein Grabstein, der zuletzt auf dem entwidmeten Parkfriedhof Tempelhof in Berlin und bereits seit 1931 Fiedlers Grab schmückte.

 

Klaus-Jürgen Fiedler, Enkel Eduard Fiedlers, ließ mit Ehefrau Ruth den Grabstein restaurieren. Die Idee zur Denksteinsetzung kam Ruth Fiedler anlässlich der Ausstellung „Von der Wachsenburg zur fliehenden Romantik“ über Eduard Fiedler. Diese fand 2018 im Bachstammort Wechmar im Landhaus Studnitz statt und wurde vom Thüringer Landestrachtenverband e.V. gestaltet.

In Wechmar wurde unter anderem der Grabstein des Botschafters Rüdiger von Wechmar als Denkstein bei der Kirche aufgestellt. Die Ortschaft Apfelstädt und die Gemeinde Nesse-Apfelstädt waren von dieser Idee begeistert, und so wird nun am 14. Mai um 11:00 auf dem Friedhof Apfelstädt der Denkstein gesetzt, wozu recht herzlich eingeladen wird.

 

 

Masken und dicke Mauern

 

Osterferienaktion 2019 der Thüringer Trachtenjugend in Ilmenau

Mit vielen Themen bestückt war auch in diesem Jahr wieder die Osterferienaktion der Thüringer Trachtenjugend, mit Teilnehmern aus dem Landkreis Gotha, aus dem Wartburgkreis, dem Kreis Schmalkalden - Meiningen und den Kreisen Hildburghausen und Sonneberg. Wie immer raufte sich die Mannschaft schnell zusammen, manche kannten sich von vorherigen Ferienaktionen, andere fanden schnell Kontakt. Die Jugendherberge Ilmenau bot dazu mit ihrem freundlichen Team einen perfekten Rahmen.

Masken aus Manebach und Ohrdruf

Manebach, einst Schwerpunkt der Maskenproduktion, war nach einigem „Och“ und „Ach“ ob des sechskilometrigen Fußmarsches dann doch endlich erreicht und ein erster Stopp am österlich geschmückten Maskenbrunnen sorgte für Abwechslung. Im Haus des Gastes erwartete uns ein freundliches Team Manebacherinnen, unter anderem die frischgebackene Ortschronistin Gabriele Kahlert, die auf den Spuren des Wachsenburgmalers Eduard Fiedler durch den Ort führte. Er war von 1891 bis 1895 Lehrer in Manebach. In der Heimatstube konnten erhaltene Manebacher Masken betrachtet, fotografiert und skizziert werden. Das hatte seinen guten Grund: Am Nachmittag war zur Gestaltung der auf althergebrachte Art und Weise hergestellten Masken eine Menge Kreativität notwendig. Da half auch manchmal das Handy. So holten sich Jacob und Nico ihr Affengesicht aus dem Netz und malten danach. Beachtlich war das Ergebnis. Drachen, Tiger, Teufel, Katzen, Pferde Fuchse und Wölfe erhielten jeweils ihr ganz eigenes Erscheinungsbild. Da kam manche Überraschung zustande. Aus den ohne Farbe eher unaufregenden Vogelmasken entstanden fast lebensechte Fabeltiere, vor den Tigern hätte man glatt Reißaus nehmen können.

Allerdings kamen die dafür verwendeten Rohmasken nicht aus Manebach, weil da niemand mehr Masken produziert. Sie kam aus der Maskenmanufaktur von Irene Hanf aus Ohrdruf, sie hatte sie auf Bestellung für die Gruppe der Thüringer Trachtenjugend hergestellt. Wie einst in Manebach hat hier die Maskenherstellung Tradition, lebt aber noch. Übrigens verwendet Frau Hanf sogar einige alte Manebacher Formen, und da wäre die Verbindung doch wieder hergestellt.

Hinter den Schwalbenschwanzzinnen

Leonhards Mutti blieb fast das Herz stehen, als ihr Ältester keck von den Zinnen herabwinkte. Unten legten die anderen Kinder ihre Köpfe in den Nacken und schauten aufgeregt nach oben. Sogar die kleine Netty hatte sich auf den Wehrumgang des Kirchturms in Kleinbreitenbach getraut. Von hier aus war es einst möglich, den Turm zu verteidigen. Herzlichen Dank geht an Pfarrer Spantek, der sich die Zeit nahm, und die Truppe in drei Teilen auf den Turm führte. Mehr ging nicht: Denn Treppen, Türen und Luken sind enorm schmal. Im Verteidigungsfall musste der Turm zu sichern sein, Feinde konnten durch enge Öffnungen schlecht eindringen. Danach ging es noch zum Kirchturm in Siegelbach, der dem Kleinbreitenbacher ziemlich ähnlich ist. In Dosdorf befindet sich eine Kirchenanlage mit großem Tor, die von manchen Autoren als wehrhaft bezeichnet wird. Die Einheimischen sehen das selbst nicht unbedingt so, aber ein schönes Fotomotiv war der Komplex trotzdem. Und vielleicht doch ein wenig wehrhaft, oder?

Die eigene Tagesschau

Die vielfältigen Erlebnisse der Osterferienaktion fanden ihre Zusammenfassung in einer allabendlichen Tagesschau. Wenn das berühmte Intro erklang, dann saßen schon alle pünktlich und gespannt auf ihren Stühlen. Es gab kleine Redaktionsteams, die Ereignisse des Tages in kurzen Meldungen zusammenstellten. Ein Höhepunkt wurde der Wetterbericht, die Verkehrssituation wurde bearbeitet, ebenso die Schwerpunkte des Tages. Besonders die rasante Einfahrt per Grubenbahn in den Stollen „Volle Rose“ bei Langewiesen. Jonas moderierte alles gekonnt. Werbung gab es natürlich ebenfalls. Übrigens, wer weiß bereits, was ein „Kund“ ist? Die Tagesschau erklärte es. Das ist ein Ergebnis dieser Osterferienaktion, eine innovative Mischung aus Kind und Hund, die sicher bald die Haushalte, Schulen und Trachtengruppen erobern wird. Wau, Wau!

 

 

Generationsübergreifend und schwungvoll

 

Weiterbildung zu Mitmachtänzen in Wechmar begeistert angenommen

Wir waren 29 Teilnehmer“, so berichtet Eva Kowalewski von der Geschäftsstelle des Thüringer Landestrachtenverbandes aus Wechmar über die jüngste landesweite Weiterbildung in Sachen Tanz im März 2019.

Die Eichsfelder aus Dingelstädt nahmen dafür fast 70 Kilometer Anfahrt in Kauf, die Wallrabser aus dem Kreis Hildburghausen fast 90. „So groß ist Thüringen, das merkt man erst mal so richtig, wenn man über viele Jahre beim Landestrachtenverband arbeitet.“ Vielfältig, generationsübergreifend und vor allem wissenshungrig, so sind sie, die Mitglieder der Vereine des thüringenweit wirkenden Verbandes.

Daniela Krell aus Südthüringen war diesmal die Tanzleiterin. Mitmachtänze  wie Fröhlicher Kreis, Zigeunerpolka, Hirtenmadler und andere trafen den Nerv der Teilnehmer auf dem Wechmarer Gasthofsaal. Mit 76 Jahren war Gerlinder Gürtler aus Mosbach bei Eisenach die älteste Tänzerin. „Ihr merkt man die Jahre kaum an, immer wirbelt sie wie eine Junge übers Parkett“, lacht Eva Kowalewski. Gerlinde ist immer dabei und arbeitet dabei Hand in Hand mit der jungen Generation. Das nutzten die Teenager aus Mosbach und Wallrabs ganz schön aus und nahmen sie oft als Tanzpartnerin. Denn Gerlinde ist schrittsicher und an ihr kann man sich gut orientieren. Lernen der Generationen.

Am Ende des Tages, mit ein wenig Muskelkater, abgekämpft und ein paar Gramm leichter fuhren die Tanzeleven wieder heim und werden demnächst vor Ort das Gelernte weitergeben. Es geht ja bei den Mitmachtänzen schließlich darum, die Menschen einzubeziehen. Sie sollen Geselligkeit und Tradition nicht mit dem Zeigefinger von der Bühne her vermittelt bekommen. „Da bleibt kaum etwas hängen“, ist sich Eva Kowalewski sicher. Der Abstand stört. Erst wenn die Menschen selbst das Tanzbein schwingen, sind sie so richtig zu begeistern. Alle Teilnehmer sind sich einig, dass es auch nicht so sehr um Brauchtum und Tradition geht. Nein, es geht darum, sich näher zu kommen, miteinander etwas zu tun und zu reden. So lebt die Gemeinschaft vor Ort in Thüringen.

 

Heimatbund Thüringen im Studnitzhaus

 

Bereits seit 1997 sind der Heimatbund Thüringen und der Thüringer Landestrachtenverband mit einer gegenseitigen Mitgliedschaft verbunden. Nun hat das Projekt PARTHNER des Heimatbundes eine zweitägige Veranstaltung im Landhaus Studnitz in Kooperation mit dem Thüringer Landestrachtenverband absolviert. Norbert Sander und Dirk Koch von der Thüringer Trachtenjugend nehmen seit 2017 mit ihrem Mundartprojekt am PARTHNERprogramm teil.  Am 20.Oktober 2019 wird zu einer Abschlussveranstaltung Ihres Mundartprojektes ins Landhaus nach Wechmar eingeladen, den man sich jetzt schon in den Kalender schreiben sollte. Es ist der Thüringer Kindermundarttag, der am Tag der Tracht stattfindet. Die Gäste des Heimatbundes waren fasziniert vom Landhaus Studnitz mit dem Rokokosaal. Gleichzeitig wurde intensiv über die Verbandarbeit von Trachtenjugend und Landestrachtenverband informiert.


 

 

Thüringer beim Deutschen Kinder- und Jugendtrachtentag an der Ostsee

 

„Hier lernt ihr die Vorzüge des Nordens kennen, z.B. den Sturm der vergangenen Nacht!“, so begrüßte Heiko Körner, Vertreter des Bürgermeisters der Stadt Ribnitz-Damgarten die Kinder- und Jugendlichen in Tracht zum 13. Deutschen Kinder- und Jugendtrachtentag Mitte März an der Ostsee.

Stürmisch her geweht worden waren auch die Mitglieder des Trachtenvereins Schumlach aus Lindenberg, die die Thüringer Trachtenjugend seit über einem Jahrzehnt bei der Deutschen Trachtenjugend vertreten. Marko Thieg hatte sich sogar mitten in der Nacht aufgemacht, um pünktlich zur Präsidiumssitzung vor Ort zu sein.

Doch nicht nur der Wind rüttelte, auch die Vorstandsreihen der DTJ wurden ganz schön durchgeweht. Nein, keine Angst: Vollkommen planmäßig! Nach der dreijährigen Legislaturperiode wurde der Vorstand nach dem Turnus neu gewählt. Jasmin Esemann gab, wie bereits von ihr angekündigt, den Vorsitz ab. Silke Lantau ist nun die neue Vorsitzende. Ihr stehen Darius Ellinger als Stellvertreter, Johanna Lamp als Schatzmeisterin und Dirk Koch als Schriftführer zur Seite. Als Beisitzer komplettieren Sebastian Klein, Svenja Michel und Andreas Seisenberger den Vorstand.

Eine Tour auf die Wustrower Seebrücke rundete die drei windigen und durcheinander gerüttelten Tage in Mecklenburg-Vorpommern ab.

 

EINLADUNG zur Versammlung der Thüringer Trachtenjugend

Ort: Jugendherberge Ilmenau

Am Stollen 49

98693 Ilmenau

03677/ 884681


Zeit: Sonntag, 14. April 2019

Beginn: 13:00 Uhr, Ende: ca. 15:00 Uhr


Liebe Trachtenfreunde,

ich möchte Euch recht herzlich zur Versammlung der Thüringer Trachtenjugend in die Jugendherberge Ilmenau einladen.

Einwände zur Tagesordnung und Ergänzungen können bis zum 5. April 2019 in der Geschäftsstelle des Landestrachtenverbandes angemeldet werden.

Tagesordnung

  1. Begrüßung

  2. Protokoll der letzten Versammlung der Thüringer Trachtenjugend vom März 2018 in Windischleuba

  3. Rechenschaftsbericht des Landesjugendleiters

  4. Mundartprojekt der Thüringer Trachtenjugend im Zusammenhang mit dem Heimatbund Thüringen und dem Projekt PARTHNER

  5. Finanzen der Thüringer Trachtenjugend

  6. Situation im Landesjugendring Thüringen

  7. Arbeit mit der Deutschen Trachtenjugend

  8. 11. Thüringer Kinder- und Jugendtrachtenfest in Ruhla 2019

  9. Deutsches Trachtenfest in Lübben 2019

  10. Tanzaktionen der Thüringer Trachtenjugend

  11. Oktoberferienaktion 2019 und Kindermundarttag am 20. Oktober 2019 in Wechmar

  12. Kinder- und Jugendtrachtenfeste auf der Ebene Thüringen und Deutschland

  13. Sonstiges

  14. Verabschiedung

Euer Dirk Koch

Landesjugendleiter der Thüringer Trachtenjugend

 

Thüringer Trachtenjugend

im Thüringer Landestrachtenverband e.V.

Landesgeschäftsstelle

Hohenkirchenstraße 13

99869 Günthersleben-Wechmar

Telefon: 036256/86560

Mail: info@thueringer-trachtenverband.de

www.thueringer-trachtenjugend.de


Günthersleben-Wechmar, den 10. März 2019

 

 

Wasserspeier, Schießscharten und dicke Mauern

 

Verteidigungsfähige Kirchtürme und Kirchhöfe sind meist längst vergessen. DieThüringer Trachtenjugend wird dazu ein mehrjähriges Projekt starten.

Ein grauer Tag liegt über dem Land. Wolkenfetzen fliegen, manchmal kommt die Sonne durch. Die Drei Gleichen schauen über die Ackerebene, überall ragen die Spitzen der Kirchtürme in den Himmel und trotzen den Stürmen der Zeit manchmal mehr und manchmal weniger.

Schießscharten in der Friedhofsmauer

Die Ostmauer des Kirchhofes von KLeinrettbach grüßt aus einer Zeit herüber, mit der heute wohl niemand mehr etwas anfangen kann. Damals mussten sich die Dorfbewohner schützen, in Kleinrettbach taten sie das in einem umwehrten Kirchhof. Ja richtig! Die kleinen Öffnungen im östlichen Teil der Kirchhofsmauer sind keine Fensterchen, sondern Schießscharten. Hier verschanzten sich die Einwohner des Dorfes, wenn es zu kriegerischen Auseinandersetzungen kam. Die Funktion und der Aufbau der Schießscharten sind noch deutlich zu erkennen. Dem modernen Menschen mag es fremd erscheinen, dass hier einst im Bedarfsfall scharf geschossen wurde, trotzdem war es einst bittere Notwendigkeit.

Wehrhafte Warttürme

Von der „Heeresstraße“ aus, die von Gotha nach Erfurt führt und heute als Bundesstraße 7 durch Deutschland führt, ist das System der Kirchtürme dieser Gegend gut zu erkennen. Sie befinden sich immer in Sichtweite. So in Sichtweite, dass von Turm zu Turm Signale gegeben werden konnten. Das war das Fernmeldesystem der damaligen Zeit und half der reichen und mächtigen Stadt Erfurt, sich rechtzeitig gegen Feinde zu wappnen. Daneben erfüllten die Türme gewisse Wehrfunktionen. Man kann heute nicht mehr sicher sagen, ob nur die Türme wehrhaft waren oder das gesamte Kirchhofsareal. Dr. Martin Weber, der 1932 seine Dissertation über „Wehrhafte Kirchen in Thüringen“ vorlegte, schreibt z.B. über Frienstedt. Die wehrhafte Kirchenanlage am Ostrand des Ortes schloss sich seinen Erkenntnissen nach an die Dorfbewehrung an. Er bescheinigt dem heute noch bestehenden Umgang des Kirchturmes ehemals doppelte Zinnen. So konnte dieser gut verteidigt werden. Der Umgang wird durch Wasserspeier entwässert. Seine Erbauung wird um das Jahr 1450 datiert. Im nicht weit entfernten Bindersleben könnte der Kirchturm fast ein Zwilling des Frienstedters sein. Er weist ebenfalls einen laufenden Wehrumgang auf, der mit Wasserspeiern versehen ist.

Interessante Entdeckungen in Thüringen warten!

 

 

Mundart - Masken - Manebach

 Historische Manebacher Masken im Haus des Gastes. Masken sind ein Thema der Osterferienaktion der Thüringer Trachten- jugend 2019. Manebach war ein Zentrum der weltweiten Maskenfertigung.


Ferienlager der Thüringer Trachtenjugend in Ilmenau und Umgebung vom 14. bis 17. April 2019


Liebe Trachtenfreunde,

die Osterferien 2019 bringen uns wieder eine interessante und vielseitige Ferienaktion. Diesmal wohnen wir in der Jugendherberge Ilmenau. Natürlich geht es wieder um Mundart, wir stellen Manebacher Masken her und erkunden wehrhafte Kirchen in der Region. Ein vielseitiges Programm wartet auf Euch! Die Kosten betragen ca. 50,00 Euro pro Kind, für Erwachsene ein paar Euro mehr. Verpflegt werden wir von der Jugendherberge.
Bitte meldet Euch bis zum 28. Februar 2019 bei unserer Geschäftsstele an, nach der Anmeldung erhaltet Ihr nähere Informationen.


Thüringer Landestrachtenverband e. V.
Hohenkirchenstr. 13
99869 Günthersleben-Wechmar
Telefon036256/86560, Mail: info@thueringer-trachtenverband.de


Herzliche Einladung zu den weiteren Unternehmungen der Thüringer Trachtenjugend für 2019

Auch das Jahr 2019 steht wieder unter dem Motto Mundart, es wird wieder einen Kalender zum Thema geben.

Deutsches Trachtenfest in Lübben 17. bis 19. Mai 2019

Thüringer Kinder- und Jugendtrachtenfest am 16. Juni 2019 in Ruhla

Herbstferienaktion der Thüringer Trachtenjugend in den Oktoberferien

Kindermundarttag am Tag der Tracht im Oktober

Wir werden Euch im Februar noch einmal gezielt auf die weiteren Aktionen hinweisen. Nähere Informationen und Nachfragen: Bitte unter 0174/7410645 oder dirkkoch@gmx.de melden.

Es grüßt Euch Euer


Dirk Koch
Landesjugendleiter der Thüringer Trachtenjugend

 

 

 

Auf der Wendeltreppe der Zeit

 

Herbstferien der Thüringer Trachtenjugend  im Altenburger Land

Altenburg war Anfang Oktober Gastgeber des 12. Thüringer Landestrachtenfestes, welches in den Tag der Altenburger mit dem Landeserntedankfest integriert war. Das war Grund genug für die Thüringer Trachtenjugend ihre Ferienaktion zum zweiten Mal in der Jugendherberge Wasserschloss Windischleuba zu veranstalten.

Fern und doch so nah

Die Hinfahrt nach Altenburg gestaltete sich für alle ziemlich lang: Per Auto waren die Teilnehmer über zwei Stunden aus dem mittleren Thüringen unterwegs, die Bahnfahrer mussten sogar den Weg über die Messestadt Leipzig nehmen. Thüringen ist eben doch viel größer, als es mancher wahrhaben will. Und am Ziel aller war sie wieder, die bereits vom Frühjahr bekannte Jugendherberge Schloss Windischleuba mit der legendären Wendeltreppe aus Stein. So, als wäre man gar nicht weggewesen. Allerdings hatte man die Truppe diesmal im obersten Stockwerk einquartiert, was treppauf, treppab so manchen Schweißtropfen kostete. Das machte jedoch das leckere Essen des Jugendherbergteams wieder wett. Ein Kompliment an die Küche! Die Jugendherberge in Windischleuba wird mit Begeisterung weiterempfohlen!


Trümpfe und Irrwege

Fast täglich beschäftigten sich die Teilnehmer der Herbstferienaktion mit einem Wahrzeichen des Altenburger Landes, den Spielkarten. Mau- Mau und Farbenklatschen verstanden noch alle schnell. Phase 10, Schatzjäger, SET und Ligeretto wurden geübt und gingen dann doch noch in Fleisch und Blut über. In der Gesindestube des Schlosses spielten sich fast schon echte Wirtshausszenen ab. So mancher Trumpf löste begeisternden Jubel aus. Ach so, und eine kleine Einführung in das Skatspiel gab es auch noch. Im Skatmuseum im Altenburger Schloss erfuhr die Truppe dann noch einige interessante Dinge über das deutsche, französische und das italienische Blatt. An der Druckerpresse in der Museumswerkstatt entstanden im Hochdruckverfahren Spielkarten. Viel Kraft musste aufgewendet werden, um die Kartenbilder auf das Papier zu ziehen. Im Irrgarten der Sinne in Kohren-Sahlis, bereits in Sachsen gelegen, wurde eine Waldwanderung absolviert, anschließend ging es über zwei Stunden durch verschlungene Gassen. Alle haben tatsächlich wieder herausgefunden.


Fast abgehoben!

Das Luftfahrtmuseum des Vereins Flugwelt Altenburg-Nobitz e.V. zieht auch technisch Uninteressierte in seinen Bann. Größte Attraktion war natürlich die Führung durch das Transportflugzeug der Bundeswehr Transall C-160. Zentral für die Kinder hier die Toilettenfrage: Als hauptsächlich männliche Besatzungsmitglieder dabei waren, gab es nur eine Möglichkeit für das kleine Geschäft. Seit mehr Frauen zur Bundeswehr kommen, gibt es die Campingtoilette hinterm Vorhang. Was passiert eigentlich, wenn die Bundeskanzlerin oder die Verteidigungsministerin mal mitfliegen? Das kommt durchaus vor. Da wird, laut den Ausführungen der Führungskraft, ein Toi-Toi-Häuschen im Inneren des Flugzeugs aufgestellt.


Einigen Betreuern der Herbstferienaktion war das gelbe Agrarflugzeug noch gut in Erinnerung, mit dem vielerorts die Äcker gedüngt und mit verschiedenen Mitteln bestreut wurden. Auch der Volkspolizeihubschrauber und die MIG-Flugzeuge kündeten von vergangenen Zeiten. Die Zeit vergeht wie im Flug.

Am Sonntag ging es dann durch ein gutes Frühstück gestärkt, in Tracht gekleidet und mit frisch geflochtenen Haaren wieder in die Skatstadt Altenburg, um dort beim Trachtenfest aufzutrumpfen.

 

 

 

4. Oktober 2018 bis 7. Oktober 2018 in der Jugendherberge Windischleuba bei Altenburg


Einladung zur Herbstferienaktion (Pdf)

Wir hatten ja schon im März das Vergnügen, im Schloss Windischleuba zu wohnen und waren sehr zufrieden. Die Jugendherberge Windischleuba befindet sich in dem verträumten Schloss, in welchem einst der Balladendichter Börries von Münchhausen wohnte. Sie wird der Mittelpunkt der Unternehmungen der Herbstferienaktion der Thüringer Trachtenjugend sein, zu der wieder recht herzlich eingeladen wird. Der Eigenbeitrag der Teilnehmer unter 27,00 Jahre wird ca. 55,00 Euro betragen, die Mahlzeiten sind im Preis bereits enthalten.

Es geht unter anderem in den Irrgarten der Sinne nach Kohren-Sahlis.

Wir wollen uns weiterhin mit Mundart beschäftigen.

Geplant ist zudem ein Besuch der Flugwelt in Altenburg-Nobitz und in der Kartenmacherwerkstadt im Altenburger Schloss. Mal sehen, ob es klappt!


Anmeldungen bitte bis spätestens 18. September 2018 an:

Thüringer Landestrachtenverband e. V.
Hohenkirchenstr. 13
99869 Günthersleben-Wechmar
Telefon036256/86560, Mail: info@thueringer-trachtenverband.de


Am 7. Oktober 2018 findet in Altenburg das Thüringer Landestrachtenfest statt. Die Teilnehmer, die am Thüringer Landestrachtenfest in Altenburg teilnehmen, können von der Herbstferienaktion aus dorthin fahren, bzw. wir werden nach Absprache einen Bus mieten, der alle von Windischleuba (4 Kilometer) nach Altenburg bringt.

 

 

Wärme geben, Heimat leben

Deutscher Trachtenverband und Deutsche Trachtenjugend zu Gast  beim Bürgerfest des Bundespräsidenten im Park von Schloss Bellevue

Am 7. September 2018 luden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender zum Bürgerfest in den Park des Schlosses Bellevue. Deutscher Trachtenverband und Deutsche Trachtenjugend waren ebenfalls dabei, sogar mit zwei Vertretern aus Thüringen. Das Bürgerfest ist alljährlich das Dankeschön dafür, dass Ehrenamtliche den Zusammenhalt des Landes mittragen, so der Bundespräsident.


Den Berlinern stand vor allem die ehrenamtliche Feuerwehr im Gedächtnis. Erst kurz vor dem Bürgerfest hatten in Brandenburg weite Waldflächen gebrannt und der Rauch zog über die Hauptstadt. Neben den Berufsfeuerwehren engagierten sich zahlreiche ehrenamtliche Feuerwehrleute gegen die Brände, wie der Bundespräsident noch einmal ausdrücklich vor Augen hielt. Ehrenamtliche aller Sparten tummelten sich im Park auf dem wunderbar grünen Rasen. An der ersten Adresse des Staates haben die Gärtner ganze Arbeit geleistet. In Gesprächen der Gäste gab es dafür viel Anerkennung.


Die Vertreter des Deutschen Trachtenverbandes und der Deutschen Trachtenjugend labten sich bei bestem Spätsommerwetter an den kulinarischen Spezialitäten der Gastländer Italien und Sachsen. Dresdener Christstollen schmeckt auch im September! Die Gastländer hatten zudem ihre Stars mitgebracht, wie z.B. Gianna Nannini und Sebastian Krumbiegel. Gleichzeitig wurde der Wert von Sprachen und Dialekten betont, unter anderem am Stand der nationalen Minderheiten der Bundesrepublik Deutschland. In der Region einer nationalen Minderheit, der Sorben, feiert der Deutsche Trachtenverband ja im nächsten Jahr sein Deutsches Trachtenfest in Lübben. Also: Voll im Trend. Dazu kommt das Projekt „Macht den Mund auf!“ der Thüringer Trachtenjugend, das über das Projekt PARTHNER des Heimatbundes Thüringen läuft.

Mit der Tracht wird man immer mal gefragt: Woher kommen sie? Tragen sie die Tracht schon lange? Wie viele Menschen in Deutschland tragen Tracht? Was, es gibt einen Deutschen Trachtenverband und eine Deutsche Trachtenjugend?

Man erfährt auch Anerkennung und Lob. Sie sehen aber gut aus! So eine schöne Weste hätte ich auch gerne. Danke, dass sie Trachten und Traditionen pflegen!
Arbeit mit Tracht und Brauchtum heißt aber nicht, auf einem Standpunkt zu verharren, sondern alles zeitgemäß weiter zu entwickeln.

Gemeinschaft erleben, die Wärme gibt, da gibt es ein gutes Gefühl von Heimat. Von Heimat, wie sie der Deutsche Trachtenverband schon seit Jahren versteht und auch in Jahren noch weitertragen wird. Und nicht nur, wenn sie grade einmal das aktuelle Tagesthema in Talkshows darstellt. Heimat muss aber auch in den demokratischen Sinn weiterentwickelt werden, um Zukunft zu geben.

In seiner Rede betonte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die menschliche Wärme. „Menschlichkeit ist, was uns verbindet und wärmt. Ohne sie gelingt kein Zusammenhalt, ohne sie ist jedes

Zusammenleben schwer.“  Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement für alle sorgen dafür! Ein Stück davon leben die Mitglieder des Deutschen Trachtenverbandes und der Deutschen Trachtenjugend. Früher, heute und in Zukunft.

 

 

 

In letzter Minute:

Ausstellung zu Eduard Fiedler zog noch einmal zahlreicheInteressierte nach Wechmar


Fast  100 Besucher zum Denkmaltag im Landhaus Studnitz

Die Ausstellung zu Eduard Fiedler hat in der Region das Interesse an dem Maler der Wachsenburg ganz neu entfacht. In seinem Geburtsort Apfelstädt stieg die Aufmerksamkeit für ihn, zahlreiche Besucher der Wechmarer Präsentation haben sich zudem vorgenommen, die Schau mit Werken von Eduard Fiedler im Verwaltungsgebäude Drei Rosen der Gemeinde Nesse-Apfelstädt in Neudietendorf zu besuchen. Diese läuft noch bis Januar 2019 zu den üblichen Öffnungszeiten der Verwaltung am Dienstag und Freitagvormittag.

In Nesse-Apfelstädts Ortsteil Apfelstädt wurde Eduard Fiedler 1871 geboren. Das zog am Denkmaltag selbst noch einige Apfelstädter und Neudietendorfer ins Landhaus Studnitz. Am Abend wurde die Wechmarer Ausstellung zu Fiedler dann abgebaut.

Staunen über das Landhaus Studnitz

Die Projektmanagerin des Thüringer Landestrachtenverbandes e.V., Eva Kowalewski, schätzt die Öffnung von Landhaus und Fiedlerausstellung als erfolgreich ein. Auch Kaffee und Kuchen fanden begeisterte Abnehmer. In Wechmar waren an diesem Tage noch weitere Denkmale geöffnet, so z.B. die Kirche und die Bachstätten. Einige Interessierte verbanden die Visite gleich mit einem Besuch im Landhaus. Dort wurde vor allem der Rokokosaal bewundert, die Aufbauleistung des Wechmarer Heimatvereins erhielt nicht wenige Male eine staunende Anerkennung. Interessant für die Besucher auch die Tatsache, dass sich im Hause der Sitz des Thüringer Landestrachtenverbandes e.V. und der Thüringer Trachtenjugend befindet.

Erstes Treffen der Familien Hartung und Fiedler

Auch Ruth und Klaus-Jürgen Fiedler aus Berlin, die Nachfahren des Malers, waren sehr zufrieden mit dem letzten Tag und der Sache insgesamt. Sie sind der Region um die Drei Gleichen innig verbunden und standen am letzten Präsentationstag noch einmal allen Besuchern Rede und Antwort. Unter den Gästen befand sich zudem die Familie Hartung aus Finsterbergen. Diese trafen sich erstmals mit dem Ehepaar Fiedler. Der Lehrer Gustav Hartung war zu seiner Zeit ein enger Freund des Malers Eduard Fiedler gewesen, sie kamen beide aus Apfelstädt, hatten dort Kindheit und frühe Jugend gemeinsam verbracht. In Gotha absolvierten sie gemeinsam die Lehrerausbildung. Später waren beide unter anderem im Wirken um die Veste Wachsenburg eng verbunden, Gustav Hartung, dann Lehrer in Finsterbergen,  fertigte zahlreiche Fotografien für seinen Freund Eduard Fiedler. So wurde dessen Wirken um die Wachsenburg dokumentiert.

Buch über Eduard Fiedler weiterhin im Angebot

Das Buch zu Eduard Fiedler kann weiterhin über den Thüringer Landestrachtenverband e.V. in Wechmar oder über den Buchhandel unter der ISBN 978-3-00-059303-1 erworben werden.

 

 

 

 

Luftballons und Regenponchos

44. Hessisches Landeskindertrachtentreffen beeindruckte Thüringer

„Bad Hersfeld ist ja gar nicht so weit“, so ging die Diskussion in der Versammlung der Thüringer Trachtenjugend Ende März im historischen Wasserschloss Windischleuba bei Altenburg. Nun gut, am ersten Septemberwochende ging es in die Festspielstadt Bad Hersfeld zum Hessischen Landeskindertrachtentreffen, auch als „Hessentag der kleinen Leute“ bekannt. Es hat sich wieder mal voll gelohnt! Dieser Meinung war jedenfalls die über 40köpfige Teilnehmerschar der Thüringer Trachtenjugend.

Zwei Tage mit Übernachtung in der Friedrich- Fröbel-Schule. Schon mal ein gutes Omen: Friedrich Fröbel, der Erfinder des Kindergartens, er war ja ein exemplarischer Thüringer. Die Hessen richten ihren jährlichen Höhepunkt immer voll und ganz auf den Nachwuchs aus:  Entenrennen, Spielefest und Disko schaffen vor allem am ersten Festtag unvergessliche Augenblicke.

Mit Leichtigkeit soll das Fest vorangehen, Leichtigkeit soll das Tanzen vermitteln, so das Motto des Gottesdienstes in der Bad Hersfelder Stadtkirche. Wundervoll der Kirchenschmuck mit den bunten Luftballons. Anschließend flogen diese unzähligen heliumgefüllten Luftballons gen Himmel, um auf das nächste hessische Kindertrachtenfest und den Hessentag im Jahre 2019 in Bad Hersfeld hinzuweisen. Ein ganzer Tross Ballons blieb im Baum hängen, stieg aber mit etwas Verspätung auf. Ein kleiner Nieselregen zum Beginn des Festzuges brachte die jungen Trachtenträger überhaupt nicht in Verlegenheit. Sie schlüpften in durchsichtige Regenponchos oder unter bunte Regenschirme. So entfaltete sich dann auch der Massentanz, wie immer ein eindrucksvolles Erlebnis.


In Bad Hersfeld gab es einige logistische Leistungen zu vollbringen, die dieses Landeskindertrachtentreffen von den vorangegangenen unterschieden. So waren diesmal über 600 Kinder und Jugendliche, deutlich mehr als in den Jahren vorher, unterzubringen. Dies geschah in drei Schulen. Ein kleines logistisches Meisterwerk. Herzlichen Dank an das hessische Organisatorenteam!

Auf ein Wiedersehen 2019 in in Bad Vilbel. Dieser hessische Kurort ist übrigens die Partnerstadt von Brotterode! Wenn das mal kein gutes Zeichen darstellt.


„Unser Programmbeitrag bei der Festeröffnung war einfach toll gelungen. Anders kann man das gar nicht sagen“, so Frank Günther aus Brotterode. „Sogar in der Hessenschau waren wir gut zu sehen. Das müssen wir uns daheim in der Mediathek vom Hessischen Rundfunk ganz genau ansehen“, so Manuela Spörer. Ja, ja. Trachten und Medien. Der Hessische Rundfunk ist immer gut dabei, wenn es um die Dokumentation Regionaler Bräuche und Traditionen geht. Und tatsächlich lief der Auftritt der Thüringer im hessischen Fernsehen.

 

 

 

Macht den Mund auf!

Neuer Trachtenkalender für 2019 erschienen


Mundart muss zum Leben passen. Mundart muss Spaß machen. Mundart gehört in den Alltag, in die Schule, in die Freizeit und auf Reisen.  Mundart, das ist keine Theorie, das ist Leben.


In dem Kalender der Trachtenjugend für 2019 haben einige Thüringer ihre Töne von sich gegeben. Neu ist der QR-Code, damit können die Mundartaufnahmen abgehört werden. Dank gilt vor allem unseren engagierten Trachtenfreund Frank Hößel aus Kaltenlengsfeld, der die Idee zur intensiveren Beschäftigung der Thüringer Trachtenvereine mit der Mundart ersann und das Projekt weitertreibt und trägt.

Der TLTV und seine Trachtenjugend möchten diesem Thema in den nächsten Jahren viel mehr Aufmerksamkeit widmen, Mundart aufzeichnen und die aktiven Mundartpfleger besser miteinander vernetzen.
Dazu arbeiten wir seit 2017 auch schon mit einem Praxismodul im Projekt PARTHNER des Heimatbundes Thüringen e.V.. Das Projekt PARTHNER hat als Ziel, Menschen im ländlichen Raum zur aktiven Mitgestaltung eines zukunftsfähigen Lebensumfeldes zu motivieren und Vereine zu mehr Partizipation ihrer Mitglieder zu animieren.

www.projekt-parthner.de
Wer seine eigenen Töne schätzt, der kann auch andere Eigenheiten besser verstehen und akzeptieren. So wird Zusammenleben erst  möglich.

Der Trachtenkalender für 2019 ist dafür ein Meilenstein. Er ist bestellbar beim Thüringer Landestrachtenverband e.V.

Thüringer Landestrachtenverband e. V./Thüringer Trachtenjugend
Hohenkirchenstr. 13
99869 Günthersleben-Wechmar
E-Mail-Adresse: info@thueringer-trachtenverband.de
Webseite: www.thueringer-trachtenjugend.de
Telefon: 036256/86560
Fax: 036256/22658

 

 

Werke des Wachsenburgmalers letztmalig im Original zu sehen

Zum Tag des offenen Denkmals am 9. September 2018 ist die Ausstellung zu Eduard Fiedler im Wechmarer Landhaus Studnitz noch einmal von 10:00 bis 17:00 Uhr offen

Eduard Fiedler hat die Silhouette der Drei Gleichen wesentlich geprägt. Als nach 1900 der Turm der Veste Wachsenburg neu errichtet wurde, hatte der 1871 in Apfelstädt geborene Maler und Lehrer dazu bereits einige Skizzen angefertigt, die wesentliche Grundlagen für die heutige Gestalt des charakteristischen Hohenloheturmes wurden.


Bis zum April 2018 war die Erinnerung an den „Schwind von der Wachsenburg“, wie Fiedler zu seiner Zeit oft bezeichnet worden war, in seiner Heimat um die Drei Gleichen merklich verblasst. Der 1931 im fernen Tirol Entschlafene hatte die zweite Lebenshälfte in Berlin verbracht, seine bekannten Wandmalereien auf der Veste Wachsenburg fielen beim Umbau der Burg zum Hotel der Spitzhacke zum Opfer. Die Ende April eröffnete Ausstellung in Wechmarer Landhaus weckte die Erinnerung und das Interesse an Fiedler ganz neu. Hier sind unter Anderem originale Entwurfsskizzen für den Rittersaal der Veste Wachsenburg zu sehen und noch viele andere Beispiele seiner umfangreichen Arbeiten.

2021 jährt sich Fiedlers Geburtstag zum 150. Mal. Grund genug, vielleicht in seinem Geburtsort Apfelstädt wieder neu an ihn zu denken. Apfelstädts Ortsteilbürgermeister Rainer Seyring denkt bereits darüber nach. Derweil gestaltet die Ilmenauer Innenarchitektin Maria Besinger  im Hotel Apfelstädt bereits ein Zimmer zu Eduard Fiedler. Der Meister kehrt an seinen Geburtsort zurück. Auf der Wachsenburg indes ist ein Themenzimmer zu Eduard Fiedler geplant: die Wechmarer Ausstellung hat bereits jetzt vielfältige Wirkungen gezeigt.

Aber zuvor ist noch einmal Gelegenheit, die Werke des Weltenbürgers Fiedlers, er war unter anderem in Orient und in Frankreich unterwegs, im Landhaus Studnitz in Wechmar zu betrachten.  Es gibt Kaffee und Kuchen, die Nachfahren von Eduard Fiedler aus Berlin stehen Rede und Antwort zum Leben und Werk ihres Großvaters. Gleichzeitig wird das Buch über Eduard Fiedlers Leben und Wirken verkauft, das einen großen Einblick in seine Kunst gibt.

 

 

 

 

 

 

Thüringer Wissenschaft hat verschlafen!

Fränkische Wissenschaftlerin weist Thüringer auf ihre wertvollen Eigenheiten hin, Thüringer Landestrachtenverband ist jedoch bereits voll im Rennen

Thüringen hat ein Problem mit der Mundart. Kurzum gesagt: Das Land erkennt seine eigenen Stärken nicht, bzw. leidet bis dato daran, dass es hier seine eigene Bonuspunkte verschmähte. Die Mundart war Thema des letzten Tages des Thüringer Brauchs in Kaltenlengsfeld. Dazu reisten Mundartpfleger aus allen Teilen des Freistaates an, z.B. vom Wechmarer Heimatverein, aus Ponitz im Altenburger Land, aus der Bergstadt Ruhla, aus der Rhön und aus dem südlichen Thüringen.


Dialektforschung endet nie, Sprache verändert sich
Eine Fränkin brachte es auf den Punkt. Die anerkannte Dialektforscherin Almut König von der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg stellte zum Tag des Thüringer Brauchs fest: „Mit der Beendigung des Thüringer Wörterbuches findet Dialektforschung in Thüringen praktisch nicht mehr statt“. König ist der Ansicht: Die Dialekte des Freistaates erleben einem stetigen Wandel, der unbedingt dokumentiert werden muss. Es ist wie „wertvolle Gemälde ins Feuer zu werfen“, so beschrieb Almut König den Zustand, in dem sich dieser Tage die wissenschaftliche Aufarbeitung der Thüringer Mundart befindet. Recht hat sie! Für die Aktiven in den Reihen des Thüringer Landestrachtenverbandes e.V. indes trifft dieses nicht zu, wie man sich zum Tag des Thüringer Brauchs mit dem Thema Mundart


Bei den Ehrenamtlern schon lange im Brennpunkt
Beim Thüringer Landestrachtenverband indes steht die Mundart seit einigen Jahren im Brennpunkt. So vor allem beim diesjährigen Tag des Thüringer Brauchs, den Frank Hößel aus Kaltenlengsfeld initiierte und mit seinem Kaltenlengsfelder Team organisierte. So etwas hat es noch nie gegeben! In der Rhön bekam die Mundart am 18. August 2018 das Podium, welches ihr gebührt. „Ich denke und träume in Platt“, so beschrieb eine Mundartsprecherin zum Beginn der Veranstaltung ihr Verhältnis zur Sprache der Heimat. Eine bessere Beschreibung dazu gibt es wohl nicht. Unvergesslich der Gottesdienst in der vollen Kaltenlengsfelder Kirche. Man muss sich den Worten öffnen und Hören. Das haben die Menschen verlernt. Im prall gefüllten Kaltenlengsfelder Saal gaben Mundartsprecher aus allen Landesteilen ihren Einstand, so z.B. aus dem Altenburger Land, Mittelthüringen oder aus der Bergstadt Ruhla. Von dort konnte man erfahren, wie sich die Mundartinteressenten beim Mundartstammtisch austauschen. Mundart gehört auch in die Schulen, egal, wie regional sie ist. Andere Bundesländer machen das längst vor. In Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg ist sie bereits lange dort.

Die Thüringer haben zu tun
Frank Hößel hat mit seinem Engagement und seinem Kaltenlengsfelder Team gezeigt, wo es langgeht. Der Thüringer Landestrachtenverband e.V. und die Thüringer Trachtenjugend sind auf einem guten Weg. Die Trachtenjugend engagiert sich mit einem Praxismodul im Projekt PARTHNER des Heimatbundes Thüringen e.V., so gab es in diesem Jahr auch einen Trachtenkalender zum Thema Mundart. Die Trachtenjugend arbeitet bis 2019 unter dem Motto „Macht den Mund auf“ am Thema Dialekt und Pflege von Mundart.

Allerdings sollten eventuelle Mittel für die Mundartforschungen nicht etwa an Universitäten und Lehrstühle fließen, die es trotz zahlreicher Anstöße der vergangenen Jahrzehnte standhaft verschlafen haben, sich diesem Thema der Volkskultur zu widmen. Die aktiven Ehrenamtler freuen sich über jede Unterstützung ihrer Arbeit.
Vielleicht hat dieser Tag des Thüringer Brauchs Akzente gesetzt, wieder genauer hinzuhören und Werte zu erkennen. Die Mundart stellt einen wichtigen Wert der Heimat dar.


„Die Veranstaltung hat so viel Zuversicht gegeben, dass die Mundart in
 den nächsten Jahren noch weiterlebt, in den verschiedenen Facetten:
 Liedern, Gedichten, Anekdoten, Sketche bzw. Spielszenen, Einzel- und
 Gruppenaktionen, Historisches und Hochaktuelles, bei Kindern, Eltern und
 Großeltern, Jungen und Älteren, solange das Gedächtnis und der Mund noch
 Funktionieren. Alle, die da waren, haben erlebt, dass Mundart uns
 noch viel zu sagen hat und immer wieder emotional anspricht, bei
 heiteren und ernsten  Themen“, so zog Dr. Christel Siegmund, engagierte Mundartforscherin aus Wernshausen, ihr Fazit zum Tag des Thüringer Brauchs.

Dirk Koch

 

 

 

Thüringer Landestrachtenverband richtet Wettspinnen im Coburger Land mit aus


Zusammenarbeit mit dem Gerätemuseum in Ahorn in zweiter Auflage

„Vor 1919 wären wir ja im selben deutschen Kleinstaat gewesen“; so stellte die Thüringer Delegation beim Wettspinnen im Gerätemuseum des Coburger Landes in Ahorn fest. Das Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha hat in der Weltgeschichte einen festen Platz und schließlich ist der Thüringer Landestrachtenverband e.V. in Wechmar im schönen Gothaer Land daheim.  In Sichtweite der berühmten Veste Coburg fand jüngst das Oberfränkische Schaffest mit dem 2. Oberfränkischen Wettspinnen statt. Dieses wurde gemeinsam vom Thüringer Landestrachtenverband aus Wechmar und der Thüringer Trachtenjugend mit dem Gerätemuseum ausgerichtet.

Wettspinnen aus dem Landkreis Gotha exportiert

Seitdem das erste Thüringer Wettspinnen 2004 in Ingersleben im Landkreis Gotha stattfand, gefolgt von dem zweiten 2010 in Apfelstädt, knüpfen sich die Verbindungen der Spinnerinnen und Spinner untereinander immer enger. Man tauscht sich aus, fährt gegenseitig zu Spinnwettbewerben und Weiterbildungen. Dabei werden längst die Grenzen der Bundesländer überschritten. Hessen, Thüringer, Sachsen-Anhaltiner und Bayern kämpfen mit viel Elan um Kontakte und vor allem den Sieg beim Wettspinnen. Dagmar Scholz vom Gerätemuseum Ahorn ist selbst eifrige Spinnerin und dieser Umstand führte sie 2014 zum Thüringer Wettspinnen in die Waffenstadt Suhl. Dort gefiel ihr der Wettbewerb so gut, dass sie dem Museumsteam vorschlug, doch auch mal in Ahorn ein Wettspinnen auszurichten. Schnell erklärten sich Thüringer Landestrachtenverband und Thüringer Trachtenjugend bereit, bei der Ausrichtung mitzuwirken und so ging 2017 das Erste Ahorner Wettspinnen in der Doppelscheune des Gerätemuseums über die Bühne. Zum Wettspinnen im Herbst 2017 auf dem Wechmarer Gasthofsaal war Ingrid Gerber von der Spinngruppe im fränkischen Ahorn die Gewinnerin. Sie schaffte damals 145,47 Meter. Beim Heimspiel im Gerätemuseum Ahorn reichte es allerdings mit 141,80 Metern lediglich für den vierten Platz.

Gewinnerin aus der Festspielstadt Bayreuth

Mit 178, 32 Metern gewann Stephanie Hartmann das diesjährige Ahorner Wettspinnen. Die Freude war riesig, es war ihr erster derartiger Wettbewerb. Ursprünglich kommt die Dame mit dem langen, schwarzen Zopf aus der Region am Starnberger See. Michaela Peter aus Aschaffenburg , die Gewinnerin des Vorjahres, war mit 146,32 Metern die Zweite und Diana Dimmerling aus Hessen mit 144,21 Metern die Dritte. Es gab neben den zahlreichen Präsenten des Gerätemuseums auch Gaben aus dem Gothaer Land. Neudietendorfer Aromatique und ein Buch über den Wachsenburgmaler Eduard Fiedler machten neugierig, in die Mitte Thüringens zu kommen.

Erfolgreiche Jugend aus Thüringen und Hessen

Im Jugendbereich traten diesmal drei Teilnehmerinnen aus Thüringen und Hessen  gegeneinander an. Der Sieg ging nach Thüringen, genauer gesagt nach Oechsen in die schöne Rhön. Lea Zimmermann mit ihren 14 Jahren schaffte eine Fadenlänge von  116,77 Metern.  Gemeinsam mit ihrer Mutti Kati, die 125,20 Meter Faden herstellte, nimmt sie an zahlreichen Spinnwettbewerben teil und engagiert sich mit ihrem Tun auch caritativ für den Tierpark Bad Liebenstein. Beide sind sicher auch in den nächsten Jahren wieder zu diversen Wettspinnen zu erwarten.

Ein drittes gemeinsames Wettspinnen 2019 ist in Planung. Museumsleiterin Dr. Chris Loos, selbst Thüringerin und in Probstzella daheim, freut sich bereits über eine weitere Zusammenarbeit mit Thüringer Landestrachtenverband und der Thüringer Trachtenjugend. Die Fadenlängen aller Teilnehmer des Spinnwettbewerbs  zusammengenommen betrugen 1773,69 Meter.

 

 

 

Große Tiere und heimatliche Tänze

 

Mosbacher Trachtenfreunde präsentierten sich im Zoopark Erfurt

„Ein Ausflug in die Landeshauptstadt ist immer wieder etwas Besonderes, aber wenn es in den Zoopark geht, spricht es in erster Linie den Nachwuchs an“, so Ines Quednau von der Trachtengruppe des Heimatvereins Mosbach. Am vorletzten Juniwochenende gestalteten diese am Samstag ein Programm auf dem Bauernhof im Thüringer Zoopark. Die Trachten wurden erläutert, die Sternpolka gezeigt.

Allerdings ließ das Wetter, das die ganze Zeit bestens mitgespielt, genau an besagtem Samstag mächtig zu wünschen übrig. „So ließen auch die Zuschauer auf sich warten und wir mussten für wenig Publikum auftreten“, so Ines Quednau weiter. „Das war aber nachvollziehbar und zwischendurch konnte unser Nachwuchs den Zoo nach Herzenslust erforschen.“ So war es für alle ein interessanter und ausgefüllter Tag.

Besonderer Beliebtheit erfreuten sich die Elefanten. Man sieht sie oft im Fernsehen und hört von ihnen im Radio, hier waren sie nun mal live zu erleben. Zebras, Schildkröten, Reptilien und Ziegen wurden zu weiteren Tageslieblingen. Vor allem die kleinen Ponys weckten die ungeteilte Aufmerksamkeit der Kinder, aber auch der Melkwettbewerb forderte Höchstleistungen beim Nachwuchs.

„Wir nehmen gute Eindrücke mit nach Hause, unser Nachwuchs hatte interessante Stunden. Wir danken dem Thüringer Zoopark für die Einladung und erinnern uns sehr gern an das Ereignis zurück“, so beschließt Ines Quednau ihre Ausführungen.

 

 

 

 

Im Zeichen des Schafes:
Oberfränkisches Schaffest
mit großem Wettspinnen

 

Sonntag, den 15. Juli 2018, von 10-18 Uhr

Am 15. Juli verwandelt sich die Alte Schäferei in Ahorn in eine Schafweide. Im Mittelpunkt des Festes stehen die Tiere der oberfränkischen Schafzüchter, die das Fest zum 15. Mal gemeinsam mit der Alten Schäferei ausrichten. Die Vielfalt der Rassen und Tiere begeistert und gibt zugleich Einblick in den züchterischen Wettbewerb.

Schafschau

Die Schafhalter konzentrieren sich dieses Jahr auf Zucht und Wolle. Zur Erläuterung ihrer Zuchtarbeit werden heuer einzelne Schaffamilien vorgestellt. Nach landläufiger Meinung gehören zu einer „Familie“ die männlichen und weiblichen Elterntiere mit ihren Lämmern sowie weitere Generationen. Aber das alleine ist noch keine Zucht. Entscheidend ist, welche besonderen Merkmale der Schäfer bei seinen Tieren fördern möchte. So kann beispielsweise die Forderung nach kleineren oder großrahmigen Tieren eine Rolle spielen oder Schafe mit großem oder geringerem Fleischansatz gewünscht sein. Diese und viele weitere Überlegungen führen zu einem gezielten Bockeinsatz, so dass es nicht umsonst heißt: „Der Bock ist die halbe Herde“. Begutachtet werden die Gruppen heuer von den Jungzüchtern, und man darf gespannt sein, mit welch großem Wissen und Engagement der Züchternachwuchs die Tiere vorstellt.

Aber auch das Publikum ist gefragt, wenn es darum geht, das Wollgewicht des Wollsiegers zu schätzen. Darüber hinaus haben Jung und Alt mehrmals Gelegenheit, dem Schafscherer über die Schulter zu schauen.

All das ist Teil des informativen Programms rund um das Thema Wollgewinnung und -verarbeitung. Gezeigt wird außerdem, wie Rohwolle gewaschen und später kardiert, aber auch mit welch unterschiedlichen Techniken sie versponnen, gefilzt, gestrickt und verwoben wird. Und nicht zuletzt können auf dem dazugehörigen Markt handgemachte Wollprodukte erworben werden.

Tiersegnung

Im Rahmen der offiziellen Eröffnung um 12 Uhr segnet Herr Pfarrer Gorny alle anwesenden Tiere.

Großer Spinnwettbewerb

Ein besonderes Highlight ist auch in diesem Jahr wieder das große Wettspinnen, das gemeinsam mit der Thüringer Trachtenjugend e.V. und dem Thüringer Landestrachtenverband e.V. ausgerichtet wird. Dabei erhält jeder Teilnehmer/jede Teilnehmerin 20 Gramm Wolle. Sieger/Siegerin ist, wer in einer Stunde den längsten Faden gesponnen hat.

Galerie auf der Wäscheleine

Zusätzlich belebt wird das Schaffest diesmal durch den Fotoclub Coburg, der unter dem Titel "Galerie auf der Wäscheleine" alle Hobbyfotografen aufruft, zu einer spontanen Ausstellung beizutragen und ihre Werke ganz unkonventionell auf bereitgestellten Wäscheleinen zu präsentieren.

Rahmenprogramm

Für die kleinen Besucher locken mehrere museumspädagogische Angebote. Außerdem gibt es kulinarische Spezialitäten wie Lammbratwürste oder Lamm-Bohnen-Eintopf. Die gastronomische Betreuung im Biergarten rundet das Schaffest ab.

Programm

11:00 Uhr Schafschurvorführung
12:00 Uhr Eröffnung mit Tiersegnung durch Pfr. Rolf Gorny, Ahorn
13:00 Uhr Siegerehrung & Präsentation der Siegertiere
13:30 Uhr Schafschurvorführung
14:00 Uhr Startschuss zum Wettspinnen
14:30 Uhr Schafschurvorführung
15:30 Uhr Schafschurvorführung
16:30 Uhr Siegerehrung Wollschätzen
17:00 Uhr Siegerehrung Wettspinnen

Ganztags: Galerie auf der Wäscheleine
Kulinarisches vom Schaf
Markttreiben mit Schafprodukten
Kinderprogramm

Eintritt zum Markt: Erwachsene 3,- Euro, Kinder bis 12 Jahre und Mitglieder des
Fördervereines frei

Über eine Veröffentlichung in Ihrem Medium würden wir uns sehr freuen!
Ansprechpartner: Museumsleiterin Dr. Chris Loos, 09561/1304; chris.loos@geraetemuseum-ahorn.de


 

 

Hessisches Landeskindertrachtenfest

 

Herzliche Einladung zur gemeinsamen Fahrt der Thüringer Trachtenjugend zum Hessischen Landeskindertrachtenfest in Bad Hersfeld am 1. und 2. September 2018

Liebe Trachtenfreunde,

die Thüringer Trachtenjugend möchte am Hessischen Kinder- und Jugendtrachtenfest in Bad Hersfeld teilnehmen. Ihr seid recht herzlich zu diesem Fest mit seinem vielgestaltigen Programm eingeladen. Eine zweitägige Teilnahme wird angestrebt mit Programmbeiträgen und Teilnahme am Festumzug wird angestrebt. Dabei ist aber der Haupttag Sonntag, der 2. September. Die Übernachtung erfolgt in Gemeinschaftsunterkünften.

Mit meist über 700 Kindern meistert der Bund kultureller Jugend (BkJ) jährlich ein Fest, welches häufig unter dem Namen „Hessentag der kleinen Leute“ seinen Weg in die Herzen aller Besucher findet. Gemeinsam mit und in der im darauffolgenden Jahr stattfindenden Hessentagsstadt lädt der BkJ alle seine jungen Mitglieder und Interessierte ein um ein Wochenende voller Spiele, Tänze und schönen Erfahrungen zu verbringen. Und es gibt immer eine Überraschung!

Euer Dirk Koch, Landesjugendleiter der Thüringer Trachtenjugend

Wir bitten um formlose Rückmeldung bis Mitte Juni an:

Thüringer Trachtenjugend
im Thüringer Landestrachtenverband e.V.
Landesgeschäftsstelle
Hohenkirchenstraße 13
99869 Günthersleben-Wechmar
Telefon: 036256/86560        
Mail: info@thueringer-trachtenverband.de
www.thueringer-trachtenjugend.de

 

 

 

Baustelle Warschau:

 

Nationale Jugendringe planten zukünftige Arbeitsziele und Thüringen war dabei

Wo befindet sich der größte Bauplatz in Europa? Ohne Zweifel in Warschau! Schon bei der Anfahrt auf die Stadt beeindruckt die Skyline, die von Hochhäusern aus Glas und Stahl bestimmt wird. An vielen Ecken drehen sich Baukräne, werden Straßen wegen Baustofflieferungen gesperrt oder das Gedröhn der Presslufthämmer übertönt sämtliche Unterhaltungen. Warschau lebt in Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft. Deshalb war die polnische Hauptstadt genau der richtige Ort für das trilaterale Seminar zum 75. Jahrestag des Aufstandes im Warschauer Ghetto. Die Deutsche Trachtenjugend(DTJ) war als Mitglied des Deutschen Bundesjugendringes (DBJR) natürlich vier Tage lang dabei. Dirk Koch, Vorstandsmitglied der DTJ und Landesjugendleiter der Thüringer Trachtenjugend nahm teil und brachte auch Thüringer Perspektiven ein.

Zentrales Thema des Treffens in Warschau war, welche Rolle Jugendorganisationen heute in der Gesellschaft übernehmen, damit sie menschlich und solidarisch sein kann.  Auf der Suche nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten waren so Mitte Mai 2018 rund 50 junge Menschen aus Israel, Polen, Deutschland, Tschechien und Österreich bei dem gemeinsamen Seminar des DBJR mit dem israelischen und polnischen Jugendring dabei. Der Widerstand im Ghetto, aber auch der polnische und deutsche Widerstand während des Zweiten Weltkrieges waren einige wichtige Themen in den Workshops.

Die Deutsche und die Thüringer Trachtenjugend bewegen sich bereits seit vielen Jahren im europäischen Rahmen. Zuletzt reisten z.B. zahlreiche junge Thüringer mit der Delegation der Deutschen Trachtenjugend 2017 mit nach Turku in Finnland zur Europeade. Interessant war zudem, den Jugendverbänden der anderen Länder zu berichten, wie es sich mit Tracht und Brauchtum in Deutschland und Thüringen verhält. Dass fast jeder Ort und jede Region eine eigene Tracht haben, war für die anderen Jugendverbände bisher unbekannt, sie gingen eher von einer Nationaltracht aus. Eine eindrucksvolle Gedenkveranstaltung mit Blick in die Zukunft schloss die viertägige Veranstaltung ab. Auch 75 Jahre nach dem Ereignis wollen und müssen junge Menschen gemeinsam Verantwortung tragen, aus der Erinnerung zu lernen. Das bekundete die gemeinsame Gedenkveranstaltung am Denkmal der Helden des Warschauer Ghettos, zu der die Jugendringe der drei Länder eine gemeinsame Erklärung unterschrieben für ihre weitere Arbeit abgaben und Blumengebinde niederlegten.

 

 

 

Erfolgreiche Ausstellungseröffnung im Landhaus Studnitz


Eduard Fiedler: Von der Wachsenburg zur Fliehenden Romantik

Der Maler Eduard Fiedler (1871-1931) hätte seine wahre Freude gehabt, als am letzten Apriltag seine Ausstellung im Wechmarer Landhaus Studnitz mit einem riesigen Besucherandrang eröffnet wurde. Er war ein Familienmensch, hatte sechs Kinder, verehrte seine Frau. Nach dem offiziellen Teil der Familienfeiern zog er sich nach mündlicher Überlieferung auch schon einmal ins Atelier zurück. Gut, dazu war er Künstler und ansonsten gäbe es sicher das eine oder das andere Werk weniger.


In der Ausstellungshalle im Landhaus Studnitz geht es nun bis September 2018 vor allem um die Veste Wachsenburg, aber nicht nur. Ein ganz besonderes Bonbon sind die farbigen Entwurfszeichnungen für „Die Menschen am Berge“. Sie sollten einst den Rittersaal der Wachsenburg zieren, dazu kam es jedoch durch Fiedlers frühen Tod im Jahre 1931 nicht mehr. Weitere Aufmerksamkeit ziehen Postkartenentwürfe, die Büste Fiedlers und zahlreiche Mitbringsel aus Fiedler Zeit im Orient auf sich. In einer Vitrine kann die Wasserpfeife besichtigt werden, die er Weihnachten 1916 aus der Türkei mitbrachte. Interessant die Bilder der „Fliehenden Romantik“, eine Darstellungsweise, der sich Eduard Fiedler in den 1920er Jahren widmete.

Bereits seit Beginn des Jahres 2017 stand Dirk Koch eng mit Familie Fiedler in Berlin in Verbindung. „Das war nur durch meine berufliche Tätigkeit in Berlin möglich. Ich habe an meine regelmäßigen Aufenthalte einfach immer einen Tag angehängt und mit Klaus- Jürgen Fiedler den Nachlass seines Großvaters durchgearbeitet.“ Viele Arbeiten wurden sofort gescannt oder fotografiert. Daraus entstand auch das Buch über Eduard Fiedler, welches ebenfalls zur Ausstellungseröffnung seine Premiere erlebte.


Es war nicht einfach, aus dem umfangreichen Nachlass Eduard Fiedlers die Ausstellung und das Buch zusammenzustellen. Die Fülle des Materials stellte hohe Anforderungen an die Schwerpunktsetzung. „Da ich oft über Künstler schreibe, kenne ich die Problemstellung eher umgekehrt. Meistens muss man Bilder und Belege des Schaffens eines Künstlers mühsam von mehreren Stellen, Bibliotheken, Archiven und Museen zusammenrecherchieren und kostenpflichtige Erlaubnisse und Genehmigungen einholen. Bei Eduard Fiedler war alles an einem Platz, die Familie war an einer Aufarbeitung sehr interessiert“, so Koch. Im Gespräch mit Knut Kreuch, dem Präsidenten des Thüringer Landestrachtenverbandes, war bald die Idee geboren, im Rahmen einer Ausstellung im Wechmarer Landhaus Studnitz Fiedler wieder mehr ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Klaus- Jürgen Fiedlers Familie war zahlreich vor Ort in Wechmar und freute sich über den Erfolg. Fiedlers hatten die Ausstellung gemeinsam mit Dirk Koch mehrere Tage aufgebaut.

Musikalisch begleitet wurde die Ausstellungseröffnung von Marcel Lison am Flügel und von Judith Antkowiak. „Es war eine liebevoll moderierte Ausstellungseröffnung mit großem Zuspruch und wir haben es genossen, sie mitgestalten zu dürfen! Ich freute mich über die spannende Herausforderung, nach langer Zeit mal wieder klassisch zu singen“, so Sängerin Judith Antkowiak.


In Fiedlers gesamten Leben spielte die Musik eine große Rolle, er sang in Chören und spielte mehrere Instrumente. Durch das Lied „Jerusalem“ von Mendelsohn-Bartholdy, zu seiner Zeit ein ausgesprochenes Damenlied, war Fiedler einst auf seine spätere Frau Gertrud aufmerksam geworden. Es erklang zur Ausstellungseröffnung.

Dazu gab es Kaffee und Kuchen: schließlich wurde Fiedler 1871 in Apfelstädt geboren. Als echter Thüringer war er ein Kuchenfan.

Die Ausstellung stieß bereits in den ersten Tagen nach der Eröffnung auf reges Interesse. Am besten ist es, sich für die Besichtigung bei der Geschäftsstelle des Thüringer Landestrachtenverbandes e.V. anzumelden. (Telefon 036256/86560 oder info@thueringer-trachtenverband.de) Dort kann auch das Buch zu Eduard Fiedlers Leben und Schaffen erworben werden.

Eva Kowalewski

Buch über Eduard Fiedler
EDUARD FIEDLER - Werke ohne Grenzen-Schaffen in Vielfalt

Autoren: Dirk Koch und Klaus-Jürgen Fiedler

ISBN: 978-3-00-059303-1                            In jeder Buchhandlung zu bestellen.

Ansonsten bestellbar bei Dirk Koch unter dirkkoch@gmx.de oder 01747410645. Direkt erhältlich beim Thüringer Landestrachtenverband e.V. in Günthersleben-Wechmar oder in der Postagentur von Heike Hofmann in Neudietendorf.

 

 

 

Besuch im Landhaus Studnitz: Projekt der Thüringer Trachtenjugend besprochen

 

Am 5. April 2018 konnte die Thüringer Trachtenjugend gemeinsam mit unserer Projektmanagerin Eva Kowalewski vom Thüringer Landestrachtenverband e.V. Wolfgang Dietrich und Alfred Bax vom PARTHNER-Team des Heimatbundes Thüringen e.V. im Landhaus Studnitz begrüßen. Wir sind im Projekt PARTHNER beteiligt. Hauptthema des Gespräches wurde unser Praxismodul in PARTHNER „Macht den Mund“ auf. Hier geht es um Kinder und Mundart.

Das Projekt PARTHNER hat als Ziel, Menschen im ländlichen Raum zur aktiven Mitgestaltung eines zukunftsfähigen Lebensumfeldes zu motivieren und Vereine zu mehr Partizipation ihrer Mitglieder zu animieren. Denn eine weltoffene Heimatpflege und Vereinsarbeit ohne Ressentiments entzieht den Nährboden für Rechtsextreme im ländlichen Raum. Es arbeitet mit Erfahrungsträgern wie z.B. mobit und der Landeszentrale für politische Bildung zusammen. Wir möchten mithilfe dieses Projektes mehr Partizipation wagen.

 

 

 

Vom Altenburger Ziegenkäse zur Braunkohle und zurück

Gegensätzliche Eindrücke bei der Osterferienaktion der Thüringer Trachtenjugend

Carolin und Danilo vom Heimatverein Ponitz begrüßten die Teilnehmer der Osterferienaktion in Tracht und mit Mundart in der Jugendherberge Schloss Windischleuba. In diesem Jahr sind die beiden jungen Leute das Thüringer Trachtenpaar, welches für das bevorstehende Thüringer  Landestrachtenfest in Altenburg am 7. Oktober 2018 in Altenburg wirbt. Dazu gab es einige Fragen, z.B. zum Mantel von Danilo oder zum Hormt von Carolin. Ganz spezielle Trachtenteile, die die Altenburger Bauerntracht so ganz besonders machen.
Überhaupt: das Altenburger Land und seine Spezialitäten, die von den Ferienlagerteilnehmern erforscht wurden. Spitzenreiter dabei wurde der Altenburger Senf, dicht gefolgt vom Mutzbraten, dem berühmten Ziegenkäse und dem Huckelkuchen. Die Senfhersteller in Altenburg sind so erfindungsreich, dass sogar Einheimische die neuesten Sorten noch gar nicht kennen. So faszinierten der pinke Einhornsenf und der blaue Trabisenf und fanden Weg in so manche Reisetasche.

Die neueste Innovation? Am 7. Oktober 2018 findet in Altenburg das 11. Thüringer Landestrachtenfest statt, weshalb die Region in diesem Jahr Ort der Osterferienaktion war.

Bei Malcher und Grün-Wenzel

Standesbewusst und traditionsbezogen waren die Altenburger Bauern bereits in alter Zeit. Das weckte nicht nur die Aufmerksamkeit von außerhalb, selbst das regierende Herzogshaus war einst mächtig stolz auf seine Untertanen. So ist es nicht verwunderlich, dass in den 1930er Jahren auf dem Bahnsteig des Altenburger Bahnhofes der „Malcher“, der Altenburger Bauer in Tracht, als Standbild in Überlebensgröße aufgestellt wurde. Carolin erklärte uns die Trachtenbestandteile und manche Kinder erkannten diese sogar wieder. In der Bahnhofshalle befindet sich der kleine Kollege vom großen Malcher, der niedliche Grün-Wenzel aus dem Skatspiel. Vor dem niedlichen Kerlchen mit freudig lächelndem Gesicht gab es erst einmal ein Gruppenfoto, bevor es verschiedene Forschungsaufträge gab. Wo befinden sich die anderen Wenzel aus dem Kartenspiel, die Herz-, Eichel- und Schellenbuben? Was ist die Flasche? Was hat es mit den Roten Spitzen auf sich? Wie ereignete sich der Altenburger Prinzenraub? Fragen über Fragen, auf die alle Gruppen eine Antwort fanden. Die anderen Wenzel sind allerdings nicht so friedlich wie ihr netter Bruder aus der Bahnhofshalle, sie dreschen sich in Stein gehauen auf dem Skatbrunnen.

Milben im Tontopf

Sie eindrucksvoll stehen in den Dörfern des Altenburger Landes, die riesigen Vierseithöfe. Eine beeindruckenden zeigte Christian Klau vom Verein Altenburger Bauernhöfe. Seit 1994 wohnt seine Familie in Lehma auf dem historischen Hof. „Am schönsten fanden wir die Stube“, so meinten manche Kinder. Die Wandmalereien, das Zinngeschirr, die historische Beleuchtung, überhaupt das ganze Ambiente versetzten in die große Zeit der Altenburger Bauern zurück. Familie Klau nutzt die Räume alltäglich. „Wir leben hier, das ist kein Museum.“, erläuterte Christian Klau. Am Kanapee lagen Bücher über die Probsteier Tracht und die Marburger evangelische Sonntagstracht, grade erst war Christian Klau auf dem Deutschen Trachtentag in Marburg. Die Altenburger Tracht ist neben Bauernhof und Pfadfinden eine seiner Leidenschaften. Andere wiederum waren von der Tracht oder den steinernen Säulen im Kuhstall fasziniert. Aufsehenerregend fanden alle den Milbenkäse, eine typische Altenburger Spezialität. „Dieser Käse kann uralt werden“, so Christian Klau. Als er einen der Käse aus dem Tontopf nahm, fielen die Milben massenweise ab. Ob der Käse dann gekostet wurde? Natürlich, der eine oder andere ließ es nicht nehmen. Die Reaktion ging von „Nie wieder!“ bis zu „Rustikal Lecker!“. Norbert nahm sich sogar ein Glas Milben mit und wird in Zukunft eifrig Milbenkäse herstellen. Alle sind gespannt. Altenburger Brauchtum geht vor allem durch den Magen: Weiterhin hörten die Teilnehmer der Ferienaktion von Osterjungen, Ostermädchen und anderen Eigenheiten.

Feudale Unterbringung

Die Jugendherberge in den historischen Mauern des Wasserschlosses in Windischleuba verströmte eine faszinierende Atmosphäre. Die Thüringer Trachtenjugend war damit erstmalig in einem Schloss mit ihrer Ferienaktion zu Gast. Da gibt es Türen, die irgendwohin führen, geschichtsträchtige Gewölbe, interessante Bilder und historische Waffen an den Wänden. Ein Glück, dass diese nicht mehr benutzt werden dürfen. Unsere Unterbringung war nur über eine steinerne Wendeltreppe zu erreichen. Über so manche Zimmertür wölbten sich gotische Spitzbögen.

Das Beste aber waren das gute Essen und die nette Betreuung durch das Jugendherbergsteam. Ein feudales Haus, in das man gern wiederkehrt. „Ihr habt Euch selbst übertroffen“, dieses Kompliment ging bei der Abreise so manchem Teilnehmer der Ferienaktion über die Lippen.

Mundart geht schon mal durch den Magen

Im Altenburger Land wird Mundart gelebt und gepflegt. Doch wie sieht es in den anderen Landesteilen Thüringens aus. Da seit einiger Zeit ein Projekt der Thüringer Trachtenjugend im Programm PARTHNER des Heimatbundes Thüringen läuft, war die Ferienaktion die richtige Plattform, um einmal herauszubekommen, wie es in den Heimatorten der Teilnehmer um die Mundart steht. In Brotterode gibt es z.B. eine Mundartgruppe, in Mosbach wird kaum noch Platt gesprochen, es soll aber wieder verstärkt gepflegt werden. Ein paar Worte kannten die Kinder dann doch noch, z.B. „Kumpest“, das Sauerkraut. Und das essen auch die „Hundsfresser“ gern. So wurden die Einwohner eines gewissen Ortes im Thüringer Wald wegen ihrer angeblichen Vorliebe betitelt. Was Nachbarorten auch so alles nachgeredet wird! Südlich des Rennsteigs geht der Dialekt ganz deutlich ins Mainfränkische, wie uns vier Mädels aus Lindenberg bei Sonneberg ganz deutlich bewiesen. Übrigens stellt der Name ihrer Trachtengruppe „Schumlach“ ein ganz gutes Beispiel für Ortsneckerei dar. Er wurde in den Nachbardörfern für Lindenberg verwendet, weil die Dorfbewohner dort angeblich schummelten. Konrad und Leonhardt aus Reurieth bei Hildburghausen bewiesen, wie Mundart durch den Magen geht und stellten ein Kochbuch aus ihrer Heimatregion vor. Und irgendwo gibt es noch die „Gratschbeutl“, das sind langsame Menschen.

 

140 Karpfen unterm Kühlturm

Über der Altenburger Land stehen fast ständig zwei riesengroße Rauchsäulen, die sich am Himmel zu Wolken zu formen scheinen. Die Ursache dieser Erscheinung befindet sich aber nicht im Altenburger Land selbst, sondern im Südraum Leipzig. Zudem steigt auch kein Rauch in den Himmel, sondern Wasserdampf. Er entsteht bei der Energieerzeugung im Kraftwerk Lippendorf, welches zum Ziel einer Tagesexkursion wurde. Ein Halt am Aussichtspunkt des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain zeigt apokalyptische Landschaften, hinter denen die gigantischen Dampfsäulen ins Firmament steigen. Eine kleine Rundfahrt präsentierte die bereits gefluteten Tagebaue, wunderbare blaue Augen des Landes. Der Haselbacher See gehört sogar zu einem Teil noch zu Thüringen, während am Kaunsdorfer See in Sachsen moderne Wochenendhäuser mit Bootsstegen stehen. Besonders beeindruckte die Bisonfarm. Die Tiere weiden mitunter sogar in Tagebau. Angekommen im Kraftwerk Lippendorf beeindruckte der Gang durch die Kesselhäuser mit Turbinen und der besonders der Aufstieg auf die Kesselhäuser selbst. In greifbarer Nähe grüßte die Silhouette der Messestadt Leipzig, aus der deutlich das Völkerschlachtdenkmal herausragt. Herr Dornberg vom Kraftwerk erläuterte die Wirkungsweise und weitere Wege zu neuen Energien, er wies aber auch darauf hin, dass Lippendorf wohl noch länger gebraucht wird. Das Abwasser in den Kühltürmen ist so sauber, dass zahlreiche Algen darin wachsen. Dieses Problem lösten die Ingenieure dadurch, dass in jedem Wasserbassin 140 Karpfen eingesetzt wurden, die mit den Algen reichlich Nahrung finden. So leben 280 Karpfen unter den Dampfsäulen von Lippendorf, nur 20 weniger, als Menschen im Kraftwerk arbeiten.

Eine Methode, Strom zu sparen, konnte dann übrigens gleich in der Jugendherberge ausprobiert werden: Immer Licht aus, wenn es nicht gebraucht wird. Übrigens gar nicht so einfach! Es wird öfter nicht beachtet, als man denkt.

 

 

 

Thüringer Trachtler in Bayerns Trachtenhochburg

 

Deutscher Kinder- und Jugendtrachtentag in Holzhausen absolviert

Große Aufmerksamkeit hatte das Wachsen und Werden des Bayrischen Trachtenkulturzentrums in Holzhausen schon seit Jahren auf sich gezogen. Der Bayrische Trachtenverband hat sich seit einigen Jahren einen festen Anlaufpunkt geschaffen, mit viel Eigeninitiative. Ein historischer, denkmalgeschützter Pfarrhof nahe Landshut wurde ausgebaut und ist nun gewissermaßen das Zentrum der bayrischen Trachtenbewegung. Der riesige Vierseithof besitzt unter anderem ein Jugendbildungshaus, einen Zeltplatz, einen Veranstaltungsstadl, ein klimatisiertes Archiv und ein Trachtenmuseum. Alle Zimmer des Jugendgästehauses hat ein anderer Mitgliedsverband des Bayrischen Trachtenverbandes mit regionaltypischen Stücken eingerichtet. Eine Reise durch Bayern in einem Haus! Armin Schmid und das Team der Bayrischen Trachtenjugend haben sich mächtig ins Zeug gelegt! Herzlichen Dank! Bayrische Lebensart hat was.

Interessante Dialekte: Dansch und Ditsch

Keiner spricht mehr Mundart? Weit gefehlt! Das zeigte die Begrüßungsrunde im Augustinerstadl des Trachtenkulturzentrums. Der große Hit war z.B. der „Ackersnagger“ Was das ist? Auf jeden Fall schon mal kein uraltes Mundartwort. Die Trachtenfreunde aus Mecklenburg-Vorpommern brachten es ein. Dort gewinnt Mundart wieder so langsam an Grund und Boden und wird sogar in die Schulen integriert, wie sie berichten konnten. Man kreiert neue Wörter: Der Ackersnagger ist ein Mobiltelefon. Da klingt das Mundartwort doch weit besser, oder etwa nicht?`

Die Thüringer brachten so ihre Erfahrungen ein.  Aus dem Landkreis Gotha kam der „Ditsch“ aus Ingersleben, der Kartoffelpuffer. Im wenig von Ingersleben entfernten Ichtershausen heißt der schon „Dansch“. Oder das Kuchenbrett: In Wechmar wird es einfach mal so „Kuchschüssel“  genannt, während es in Ingersleben „Kuchenschenne“ heißt. Schwer wird es über den Berg, über den Rennsteig. Hier schlägt des Mainfränkische ein und die Schumlacher aus dem Sonneberger Raum sprechen doch so ganz anders als die Thüringer nördlich des Waldes… Thüringen wurde wieder vom Tachtenverein Schumlach aus Lindenberg bei Sonneberg und von Trachtenträgern aus dem Landkreis Gotha beim Deutschen Kinder- und Jugendtrachtentag vertreten.
Mundart spielte aber noch eine weit größere Rolle am Wochenende, als geplant war. Neu und abwechslungsreich wurde z.B. der Rechenschaftsbericht der jungen Trachtler auf der Präsidiumssitzung vorgetragen Sönke Thede und Silke Lantau aus Schleswig Holstein snaggten gleich mal in Platt über das vergangene Jahr und wurden von vielen verstanden. Für die anderen gab es eine Übersetzung.

Deutsche Tanzfolge in Landshut

Tanzen bildet unbestritten. Es ist der Hauptschwerpunkt des Interesses der Teilnehmer zum Kinder- und Jugendtrachtentag. In den Workhops wird aber nicht nur eine flotte Sohle aufs Parkett gelegt, nein, auch echte und handgemachte Musik spielt eine große Rolle. Ulli aus Baden-Württemberg leitet den Musikworkshop. Hier erlernen die Teilnehmer, die schon instrumentenkundig sind, gemeinsam zu spielen. Dieser Kurs könnte in der Zukunft noch weitere Interessenten gebrauchen. Vor dem Landshuter Rathaus entfaltete sich dann die Deutsche Tanzfolge, in der Tänze aus sämtlichen Bundesländern zu finden sind, z.B. Sternpolka aus Bayern oder eine thüringische Interpretation des Tampet. Sie werden gemeinsam von allen Teilnehmern des Wochenendes getanzt.

Stadtrallye, Freundschaften und wichtige Entscheidungen

Ziel eines solchen Wochenendes ist es zudem, die Gastgeberregion kennen zu lernen. In Landshut gab es deswegen eine Stadtrallye, bei der wichtige architektonische Wahrzeichen und Kunstwerke gefunden werden mussten. Das reichte vom Stolperstein für ins KZ deportierte Mitbürger bis hin zum großen Bildhauermeister Fritz Koenig, dessen Kunstwerke auch in Amerika zu finden sind. Tragisch die Geschichte des Maurergesellen, der vom hohen Kirchturm stürzte, weltberühmt die Landshuter Hochzeit, die alle vier Jahre als großes Fest stattfindet. Sie erinnert an die Hochzeit der polnischen Königstochter Hedwig mit einem bayrischen Herzog 1475.

Man hilft sich, gibt Tipps und besonders die Abende bringen Abwechslung, Kontakte, Kurzweil und so manche neue Freundschaft. Die bayrische Trachtenfreunde gestalteten den Samstagabend produktiv mit mehreren Workshops. So wurden Edelweiß geschnitzt, es wurde Haarschmuck gebastelt, im Schnee der Winternacht knallten die Peitschen auf dem Hof und der Gesang  hatte erstaunlicher Weise eine Menge Fans. So konnte jeder seinen Interessen nachgehen und das eine oder andere Präsent mit nach Hause nehmen.

Nun ja, Ein Deutscher Kinder- und Jugendtrachtentag besteht nicht nur in angenehmen Bildungsunternehmungen, es werden wichtige Entscheidungen getroffen, welche die Zukunft des größten Jugendverbandes der Trachten- und Brauchtumspflege in der Bundesrepublik steuern. Denn die DTJ ist ganz aktives Mitglied im Deutschen Bundesjugendring, der Interessenvertretung der Jugendverbände. Hier wird zum Beispiel demnächst ein Antrag zum Schutz des arbeitsfreien Sonntags eingebracht. Weiterhin wurde abgestimmt, wo der nächste Deutsche Kinder- und Jugendtrachtentag stattfindet. Die Signale wurde auf freie Fahrt nach Mecklenburg Vorpommern gestellt, und zwar genau nach Ribnitz – Damgarten. Thüringen und der Landkreis Gotha sind bestimmt wieder mit dabei!

 

 

 

Herzliche Einladung zur Osterferienaktion ins Altenburger Land

25. März 2018 bis 28. März 2018 Jugendherberge im Schloss Windischleuba

Die Jugendherberge Windischleuba (Pestalozziplatz 1, 04603 Windischleuba )befindet sich in dem verträumten Schloss, in welchem einst der Balladendichter Börries von Münchhausen wohnte. Sie wird der Mittelpunkt der Unternehmungen der Osterferienaktion der Thüringer Trachtenjugend sein, zu der wieder recht herzlich eingeladen wird. Diesmal erfolgt die Unterbringung also in einem geschichtsträchtigen Gebäude, was sicher sehr spannend sein wird. Die Mahlzeiten werden in der Jugendherberge eingenommen. Der Eigenbeitrag der Teilnehmer unter 27 Jahren wird ca. 55,00 Euro betragen, die Mahlzeiten sind im Preis enthalten. Personen über 27 Jahren können mit 65,00 Euro rechnen.

WICHTIG!  Wir suchen noch Teamleiter im jugendlichen Alter, die mit uns die Aktionen (Stadterkundung in Altenburg, Gestaltung des Sonntagnachmittags etc…)per Telefonkonferenz planen und vor Ort durchführen!

Bitte umgehend melden an dirkkoch@gmx.de oder unter 0174/7410645!

Während der Osterferienaktion findet auch die Versammlung der Thüringer Trachtenjugend statt. Sie wird am Sonntag, dem 25. März, von 13:00 Uhr bis ca. 15:00 Uhr in der Jugendherberge Windischleuba stattfinden.

  • Es geht unter anderem ins Labyrinthehaus Altenburg. Auf dem Altenburger Bahnhof werden wir den Kleinen Grün-Wenzel treffen und die Spuren des Skatspiels in Altenburg und anderer stadtspezifischer Dinge in Altenburg verfolgen.
  • Wir wollen uns weiterhin mit Mundart beschäftigen. Der Trachtenkalender für 2019 wird unter dem Motto „Kinder und Mundart“ stehen.
  • Das Altenburger Land ist uraltes Kohlefördergebiet und weist einige Stationen an der Straße der Braunkohle auf. Es ist geplant, eine solche Stätte zu besuchen.
  • Weiterhin wollen wir die bäuerlichen Traditionen des Altenburger Landes kennenlernen, da am 7. Oktober 2018 in Altenburg das Thüringer Landestrachtenfest stattfindet.

Eine Organisation der Anfahrt ist möglich ist möglich. Anmeldungen bitte bis spätestens 15. März 2018 an:
Thüringer Landestrachtenverband e. V.
Hohenkirchenstr. 13
99869 Günthersleben-Wechmar
Telefon036256/86560


Mail: info@thueringer-trachtenverband.de

 

Der kleine Grün Wenzel empfängt uns im Bahnhof Altenburg.

 

Rückmeldung, bitte an den Thüringer Landestrachtenverband e.V. senden

Trachtengruppe:
Kontaktadresse:

Anzahl der Teilnehmer                   ……Mädchen …… Jungen   ……Erwachsene

Telefon:                                                                                 Mail:

 

 

 

 

Macht den Mund auf!


Wir hören ganz genau hin! Wir möchten von Euch etwas erzählt bekommen! Ihr könnt Euch bei uns stimmlich verewigen!

Liebe Trachtenfreunde, jung und alt, überall in unserem Freistaat Thüringen gibt es Vereine und Gruppen unseres Verbandes, die die Mundart pflegen und weitergeben. Der TLTV und seine Trachtenjugend möchten diesem Thema in den nächsten Jahren viel mehr Aufmerksamkeit widmen, Mundart aufzeichnen und die aktiven Mundartpfleger besser miteinander vernetzen. Es gibt schon seit 2017 einige Aktivitäten, die 2018 verstärkt fortgesetzt werden. Dazu arbeiten wir seit 2017 auch schon mit einem Praxismodul im Projekt PARTHNER des Heimatbundes Thüringen e.V..

Der Kalender zur Mundart ist in Arbeit

Wir bitten Euch um Terminvorschläge, wir möchten auch Eure Mundart aufnehmen, Euch befragen und Bilder machen.

Bereits in diesem Jahr soll der Kalender der Thüringer Trachtenjugend für 2019 das Thema Mundart behandeln. Dazu sollen Kinder und Jugendliche ihre Mundart vorstellen, ihren Heimatort zeigen und einmal sagen, was sie bewegt, Dialekt zu sprechen. Wie nehmen es ihre Freunde auf? Wird im Ort überhaupt noch Mundart gesprochen? Wie geht man damit um, wenn im Ort an sich schon seit Menschengedenken keine Mundart mehr gesprochen ist? Wie begeistern Erwachsende den Nachwuchs für Mundart?
So, nun hoffen wir auf Eure rege Mitarbeit. Bei Fragen und Interesse wendet Ihr Euch bitte an die

Geschäftsstelle unter 036256/86560 oder info@thueringer-trachtenverband.de

Wir hören Euch gerne zu und halten es für die Nachwelt fest.


Dirk Koch, Landesjugendleiter der Thüringer Trachtenjugend

 

 

 

 

 

EINLADUNG zur Versammlung der Thüringer Trachtenjugend

 

Thüringer Trachtenjugend
im Thüringer Landestrachtenverband e.V.
Landesgeschäftsstelle
Hohenkirchenstraße 13
99869 Günthersleben-Wechmar
Telefon: 036256/86560                 
Mail: info@thueringer-trachtenverband.de


Ort:     Jugendherberge Windischleuba
Pestalozziplatz 1
04603 Windischleuba
03447/ 834471
Zeit:    Sonntag, 25. März 2018
            Beginn: 13:00 Uhr, Ende: ca. 15:00 Uhr

Liebe Trachtenfreunde,
ich möchte Euch recht herzlich zur Versammlung der Thüringer Trachtenjugend in die Jugendherberge Schloss Windischleuba einladen.
Es steht auch wieder eine Neuwahl des Vorstandes der Thüringer Trachtenjugend an, deswegen bitte ich Euch, der Geschäftsstelle des Thüringer Landestrachtenverbandes e.V. in Günthersleben-Wechmar bis zum 15. März 2018 Vorschläge zu unterbreiten.
Einwände zur Tagesordnung und Ergänzungen können ebenfalls bis zu diesem Tage in der Geschäftsstelle angemeldet werden.
Tagesordnung

  1. Begrüßung
  2. Protokoll der letzten Versammlung der Thüringer Trachtenjugend vom April 2017 in Meiningen
  3. Rechenschaftsbericht des Landesjugendleiters
  4. Mundartprojekt der Thüringer Trachtenjugend im Zusammenhang mit dem Heimatbund Thüringen und dem Projekt PARTHNER
  5. Finanzen der Thüringer Trachtenjugend
  6. Situation im Landesjugendring Thüringen
  7. Arbeit mit der Deutschen Trachtenjugend
  8. Entlastung des Vorstandes der Thüringer Trachtenjugend, Wahlperiode 2015 bis 2018
  9. Neuwahl des Vorstandes der Thüringer Trachtenjugend
  10. Thüringer Landestrachtenfest Oktober 2018 in Altenburg
  11. 11. Thüringer Kinder- und Jugendtrachtenfest in Ruhla 2019
  12. Deutsches Trachtenfest in Lübben 2019
  13. Tanzaktionen der Thüringer Trachtenjugend
  14. Sonstiges
  15. Verabschiedung

Euer Dirk Koch
Landesjugendleiter der Thüringer Trachtenjugend

 

 

 

 

Engagement, Geschichte, Jugendverbände
Grüne Woche 2018 in Berlin


Thüringen auf der Grünen Woche: Immer wieder ein Ereignis.  2018 präsentierte sich mit dem Landkreis Nordhausen die Region am Harz. Das weckte Erinnerungen, 2016 hatte sich das Altenburger Land gezeigt und viel Aufmerksamkeit gewonnen. Diesmal präsentierte sich der Landkreis Nordhausen und damit auch mehrere Trachtengruppen vom Südrand des Harzes. Überhaupt war die Trachtenvielfalt auf der Grünen Woche nicht zu übersehen. Vielleicht sind in Zukunft neben den vielfältigen Thüringer Produkten wieder mehr Thüringer Trachten dabei?

Lodenmäntel und Dienstmädchen

Die Geschichte der weltweit größten und international wichtigsten Messe für Ernährungswirtschaft, Landwirtschaft und Gartenbau ist lang. Die erste Grüne Woche fand im Februar 1926 statt. Das Berliner Fremdenverkehrsamt wertete damit die die traditionelle Wintertagung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft in Berlin auf. Ein landwirtschaftlicher Straßenverkauf hatte in diesem Zusammenhang immer schon stattgefunden, nun kam es zu einer landwirtschaftlichen Ausstellung, die im ersten Jahr bereits 50000 Besucher zählte. Die Berliner „Schnauze“ hängte sich an den grünen Lodenmänteln auf, die zahlreiche Fort- und Landwirte trugen, und so entstand der doch bis heute ziemlich passende Name der Grünen Woche. In der wirtschaftlichen Krisenzeit Ende der 1920er Jahre avancierte die Grüne Woche gar zur Dienstmädchenbörse: Familien, die sich ihre Perlen nicht mehr leisten konnten, empfahlen diese sozusagen „durch die Blume“ an wohlhabende Besucher der Grünen Woche. Selbst der damalige Besitzer des thüringischen Ingerslebener Rittergutes fand auf diese Weise eine neue Angestellte zur Bewirtschaftung seines als „Villa“ bekannten großen Wohnhauses, die später in Ingersleben eine Familie gründete. Seine Freunde in Berlin - Moabit hatten durch die wirtschaftlichen und finanziellen Wirren der Zeit ihr Vermögen eingebüßt und wollte die treue Seele gut unterbringen. Man war fürsorglich.

Grüne Woche Tratsch an der BushalteGrüne Woche Thüringer Landfrauen mit Chr. Schwarzbach

Modernes Engagement auf dem Land braucht Zeit

In Lodenmänteln kommen die Macher der grünen Berufe schon längst nicht mehr daher. Nein, sie stehen auf der Höhe der Zeit, zeigen mit modernster Technik den Besuchern ihre Produkte und diskutieren emsig mit den Verantwortlichen aus der Politik. Die Tierhalle zieht die Besucher besonders in den Bann. Auf der Veranstaltung des Bundes der Deutschen Landjugend im City Cube musste Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt Rede und Antwort stehen. Ein Thema war die Digitalisierung des Landes. Heiß diskutiert wurde die umfassende schulische Beanspruchung der Heranwachsenden. Wo bleibt bei G9 noch Raum für Engagement? Die Nachmittage sind blockiert durch eine Zuschulung. Wann hat es das schon einmal gegeben? Die Strukturen für das ehrenamtliche Engagement müssen verbessert werden, so sagte Thomas Thomer vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. BDL- Vorsitzende Nina Sehne mahnte zur Rückkehr zu Objektivität und Sachlichkeit bei Diskussionen und Aktionen rund um die Landwirtschaft. Wo Missstände auf der Tagesordnung stehen, muss etwas geändert werden. „Dabei ist die Weiterentwicklung der Landwirtschaft wichtig, weil sie Tieren, Klima und auch der Gesellschaft zugutekommt.“

HochleistungsküheKornkönigin aus der Probstei

Landjugend bearbeitet Vorurteile und zeigt Lösungsmöglichkeiten

Standing Ovations gab es für das Theaterstück der Landjugend,  „Zwischen Dubbeglas und Stadtgeflüster“. Die Landjugend Rheinhessen-Pfalz brachte dabei das Thema Vorurteile auf die Bühne. Mit Tanz und Musik durften die 2500 Menschen im CityCube eine Meisterleistung erleben. Das Theaterstück zeigte lebendige Traditionen, die zwischen den Generationen weitergereicht werden, Engagement für die Heimat als Gemeinschaft, aber auch die Bedeutung von Freunden für Heranwachsende.

 

 

 

Thüringer Trachtenjugend 2018 in Aktion


EINLADUNG UND INFORMATION ZU UNSEREN VERANSTALTUNGEN

Osterferienaktion vom 25. März 2018 bis 28. März 2018 in der Jugendherberge Windischleuba bei Altenburg

Die Versammlung der Thüringer Trachtenjugend findet am 25. März 2018 in der Jugendherberge Windischleuba statt.

Herbstferienaktion rund um das Thüringer Landestrachtenfest in der Skatstadt Altenburg vom 4. Oktober 2018 bis 7. Oktober 2018. Wir wohnen wieder in der Jugendherberge Windischleuba.

Thüringer Landestrachtenfest in Altenburg am 7. Oktober 2018
Weiterhin wird es nächstes Jahr möglich sein, am Hessischen Landeskindertrachtentreffen teilzunehmen. Das LKTT findet am 1. und 2. September 2018 in Bad Hersfeld statt. Hierzu bitte ich Euch um Teilnahmebekundungen an den Thüringer Landestrachtenverband e.V., Landesgeschäftsstelle, bis zum 20. Januar 2018.

Thema Mundart: Die Thüringer Trachtenjugend widmet sich ab 2018 noch intensiver als bisher dem Thema Mundart. Näheres dazu im Januar. Noch ein Hinweis zum Tag des Thüringer Brauchs: Er hat 2018 ebenfalls die Mundart zum Thema und findet am 18. und 19. August 2018 in Kaltenlengsfeld/Rhön statt.

Tanzaktionen der Thüringer Trachtenjugend: Zur Thüriade in Gotha im Mai 2017 hat sich die Thüringer Trachtenjugend gut präsentiert. Diese Arbeit wird fortgesetzt, es ist für 2018 an den Aufbau einer Tanzgruppe für gemeinschaftliche Auftritte gedacht.

Auch die Deutsche Trachtenjugend freut sich auf Euch! 16.03. - 18.03.2018: 12. Deutscher Kinder- und Jugendtrachtentag im Trachtenkulturzentrum Holzhausen-Geisenhausen/Bayern

Interessenbekundungen bitte bis zum 10. Januar 2018 an dirkkoch@gmx.de.

Direkte Auskünfte erhaltet Ihr unter 0174/7410645 oder dirkkoch@gmx.de.  Ansonsten kontaktiert Ihr bitte die Landesgeschäftsstelle des Thüringer Landestrachtenverbandes e.V. in Günthersleben-Wechmar unter 036256/86560 oder info@thueringer-trachtenverband.de.

 

 

→ Aktuelle Berichte      → Archiv